Spotify geht gegen ReVanced vor, DMCA-Abmahnung wegen Premium-Patch

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Die Entwickler des bekannten Mod ReVanced haben Post von Spotifys Anwälten bekommen. Der Musikstreaming-Gigant fordert per DMCA-Takedown-Notice die Entfernung des Premium-Unlock-Patches. Die Begründung: Der Patch sei ein abgeleitetes Werk und umgehe technische Schutzmaßnahmen nach DMCA 1201(a). Hintergrund: ReVanced ermöglicht es, Funktionen wie das Entfernen von Werbung, das Skippen von Songs und das Abspielen im Hintergrund ohne Premium-Abo zu nutzen.

Konkret geht es um die Verschlüsselung und Transfer-Key-Protokolle der Spotify-App. Nach Ansicht von Spotify ermöglicht der Patch unberechtigten Zugriff auf urheberrechtlich geschützte Inhalte durch das Umgehen dieser Schutzmaßnahmen. Dazu zählt auch die Möglichkeit, Songs zu überspringen, eine Funktion, die normalerweise Premium-Nutzern vorbehalten ist.

Die ReVanced-Entwickler sehen das anders. Sie argumentieren, der Patch kopiere keinen Spotify-Code und ermögliche auch keine Downloads. Zudem bleiben alle Songs, die in der kostenlosen Version verfügbar sind, weiterhin zugänglich. Die Premium-Features betreffen hauptsächlich den Bedienkomfort.

Allerdings zeigt ein Blick auf frühere Gerichtsentscheidungen: Gerichte werten das Umgehen von Software-Beschränkungen oft als DMCA-Verstoß, selbst wenn es nur um Features und nicht um direkten Zugriff auf geschützte Werke geht. Wie es nun weitergeht, ist noch offen. Zum Zeitpunkt unserer Veröffentlichung suchten die ReVanced-Macher nach Rechtsbeistand. Wir bleiben dran am Thema.

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