Zettlr 4.0: Großes Update zum achten Geburtstag veröffentlicht

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Der Markdown-Editor Zettlr feiert seinen achten Geburtstag und bringt passend dazu die Version 4.0 an den Start. Das Open-Source-Tool, das sich vor allem an Vielschreiber richtet, hat dabei eine ganze Reihe an Verbesserungen und Umbauten unter der Haube erhalten. Im Fokus der Entwicklung stand der komplett neu geschriebene Tabellen-Editor. In früheren Versionen sorgte dieser Bereich wohl gelegentlich für Datenverlust oder nicht genauer definiertes seltsames Verhalten, was nun behoben sein soll. Die Neuentwicklung integriert sich tiefer in den Editor und erlaubt die Steuerung per Tastaturkürzel sowie Syntax-Highlighting innerhalb der Zellen. Die visuelle Bearbeitung von Grid-Tabellen muss allerdings vorerst noch warten.

Neu ist zudem die Möglichkeit, Bilder und PDF-Dateien direkt in Zettlr zu betrachten. Das erspart den Wechsel in externe Programme, wenn man während des Schreibens einen Blick in Quellen oder Grafiken werfen möchte. Der PDF-Betrachter basiert dabei auf der Chromium-Komponente, dürfte Nutzern also vertraut vorkommen.

Für die wissenschaftliche Arbeit wurde der sogenannte Zitations-Parser überarbeitet. Er gibt nun direktes visuelles Feedback, ob die Syntax korrekt ist, und unterstützt Pandoc-Crossref für Querverweise auf Tabellen oder Gleichungen. Auch BibLaTeX-Bibliotheken lassen sich nun direkt laden.

Wer Zettlr zum ersten Mal startet, wird von einem neuen Onboarding-Screen begrüßt, der bei den wichtigsten Grundeinstellungen hilft. Aber auch im laufenden Betrieb gibt es Anpassungen: Der Export-Workflow wurde beschleunigt, da sich die Software nun das zuletzt genutzte Profil pro Datei merkt. Über die Statusleiste lässt sich zudem schneller zwischen der Rohansicht und der Vorschau umschalten.

Technisch hat sich beim Dateisystemzugriff (FSAL) einiges getan. Änderungen an Dateien, die außerhalb von Zettlr vorgenommen wurden, sollen jetzt zuverlässiger und schneller erkannt werden. Fortgeschrittene Anwender finden im Asset-Manager nun direkten Zugriff auf LUA-Filter, um den Pandoc-Export noch feiner zu justieren.

Abgerundet wird das Paket durch eine überarbeitete Statistik-Ansicht mit Heatmap für das Schreibpensum sowie eine endlich funktionierende Druckvorschau. Das Update ist ab sofort über die bekannten Kanäle wie GitHub oder die Projektseite verfügbar. Wie immer für Windows, Linux und macOS.

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