X ändert Verifizierung nach EU-Geldstrafe

1 month ago 11
X-Besitzer Elon Musk hatte aus Verärgerung über die Strafzahlung die Auflösung ⁠der EU gefordert.
X-Besitzer Elon Musk hatte aus Verärgerung über die Strafzahlung die Auflösung ⁠der EU gefordert. Allison Robbert/AFP Pool via AP/

120 Millionen Euro Strafe musste X zahlen, weil Verifizierungshaken kaufbar waren. Nun soll der Mechanismus geändert werden.

Der Kurznachrichtendienst X von Elon Musk will einem Medienbericht zufolge seinen Verifizierungsmechanismus in der EU ändern. Dies sei eine Reaktion auf eine Geldstrafe in Höhe von 120 Millionen Euro, meldete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf einen Sprecher der Europäischen Kommission. Demnach hat X Vorschläge zur Behebung der Mängel beim blauen Haken eingereicht. Die ‌Kommission werde diese nun prüfen, ‌sagte Kommissionssprecher Thomas Regnier dem Bericht zufolge.

Die EU hatte im Dezember nach zweijährigen Ermittlungen gegen
X die erste Geldstrafe wegen eines Verstoßes gegen den Digital Services Act (DSA) verhängt. Die EU-Aufseher stießen sich unter anderem an dem blauen Haken, der bei ‌X verifizierte Nutzerkonten signalisieren sollte, inzwischen aber gekauft werden kann. Zudem ging es ‌um mangelnde ‌Transparenz bei Werbung sowie den Datenzugang für Wissenschaftler. Parallele EU-Ermittlungen wegen der Verbreitung verbotener Inhalte und Maßnahmen gegen Falschinformationen laufen weiter.

Der Digital Services Act verpflichtet Internetkonzerne auch ‌zum Kampf gegen Hass und Hetze. Die US-Regierung und Präsident Donald Trump hatten mit harscher Kritik auf die Strafe für X reagiert. Musk forderte aus Verärgerung die Auflösung ⁠der EU.

© SZ/Reuters - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.

00:40

:„Forbes“: Musk kann erster Billionär der Welt werden

In der aktuellen „Forbes“-Milliardärsliste liegt Tesla-Chef Elon Musk uneinholbar in Front. Bei einem erfolgreichen Börsengang von Space-X könnte er sogar über ein Billionen-Vermögen verfügen.

Read Entire Article