Künstliche Intelligenz ist gerade in Hollywood vielen Filmschaffenden ein Dorn im Auge. So ist erst im März 2026 ein KI-Film, der auf einem Festival gewonnen hatte und deshalb im Kino landen sollte, wieder aus dem Programm geflogen. Und auch die Academy steht der Technik eher kritisch gegenüber und hat die Regeln für die Verleihung eines Oscars angepasst, wenn KI im Spiel ist. Bei all der Ablehnung gibt es aber auch Hollywood-Größen, die KI offen gegenüberstehen.
Martin Scorsese hilft Black Forest Labs
Das zeigen die Verantwortlichen von Black Forest Labs in einem Beitrag ihres Blogs. Denn sie haben den berühmten Regisseur Martin Scorsese für ihr Projekt gewinnen können. Scorsese hat schon 16 Oscar-Nominierungen erhalten und die Auszeichnung für die beste Regie für Departed – Unter Feinden mit nach Hause genommen. Zuletzt war er für den Film Killers of the Flower Moon mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle als bester Regisseur nominiert.
Die Zusammenarbeit zwischen Black Forest Labs und Scorsese soll das Tool des deutschen KI-Startups für Filmschaffende interessanter machen. Scorsese sagt dazu: „Es gab schon immer das Problem, wie man das, was man im eigenen Kopf sieht, an den Cast und an die Crew kommuniziert. Es gibt einfach Dinge, die man sehen und fühlen muss“.
Dabei soll jetzt das KI-Modell Flux von Black Forest Labs helfen. In einem kurzen Video zur Ankündigung lässt Scorsese über Flux etwa eine Szene für ein Storyboard generieren, die er sich in seinem Kopf schon ausgemalt hat. Als weiteres Beispiel für die Vorteile durch KI nennt er die berühmte Tracking-Szene aus Goodfellas, in der die Charaktere Henry und Karen mit der Kamera verfolgt werden, während sie in einen Nachtklub gehen. Die Sequenz ist etwas mehr als drei Minuten lang und wurde ohne Schnitte aufgenommen. Laut Scorsese war die Planung samt Timing und Beleuchtung nur physisch für jeden einzelnen Abschnitt der Szene möglich und dadurch extrem zeitintensiv.
Eine solche Aufnahme wäre mit den Tools von Black Forest Labs jetzt deutlich einfacher, weil viele Einstellungen vorab konzipiert und ausprobiert werden könnten. Der Vorteil laut Scorsese: „In der Pre-Produktionsphase kostet Zeit Geld. Und das hier erlaubt es uns, schneller voranzuschreiten, ohne Qualität oder das Handwerk zu opfern“. Auch Black Forest Labs will damit nicht die Filmschaffenden ersetzen, sondern unterstützen. Sie ergänzen: „Wir wollen, dass Flux Ideen zum Leben erweckt, während der menschliche Geschmack, die Werte und die Entscheidungskraft im Zentrum des Ganzen bleiben“.
Dieser Beitrag ist zuerst auf t3n.de erschienen.
(jle)


