Auf der Build 2026 rückt Microsoft autonome KI-Agenten ins Zentrum von Windows, Azure und GitHub. CEO Satya Nadella zeichnet das Bild eines Betriebssystems, in dem Agenten dauerhaft mitarbeiten.
Microsoft Build 2026 drehte sich am 2. Juni fast vollständig um agentische KI, also um Software, die ohne ständige Aufsicht Aufgaben übernimmt. Über hundert Ankündigungen prasselten auf die Entwickler ein, im Kern geht es um eine Plattform, auf der Agenten sicher mitarbeiten.
Das Wichtigste in Kürze
- Microsoft stellt mit Scout seinen ersten dauerhaft laufenden KI-Agenten vor.
- Die Plattform Microsoft IQ liefert Agenten Kontext aus Arbeit, Daten und Web.
- Microsoft Execution Containers schirmen Agenten im Windows-System ab.
- Neue On-Device-Modelle Aion 1.0 laufen direkt in Windows.
Was ist neu an Microsofts Agenten-Strategie?
Microsoft Agent Platform nutzt drei spezialisierte Wissenssichten: Work IQ für Arbeitsalltag, Fabric IQ für Geschäftsdaten, Web IQ für aktuelle NetzinhalteIm Mittelpunkt steht die Microsoft Agent Platform, gespeist von der neuen Wissensschicht Microsoft IQ. Work IQ zieht Wissen aus dem Arbeitsalltag, Fabric IQ strukturierte Geschäftsdaten, Web IQ liefert aktuelle Treffer aus dem Netz. Damit sollen Agenten über GitHub Copilot, Microsoft Foundry und Copilot Studio hinweg auf die passenden Informationen zugreifen.
Als Produkt-Höhepunkt zeigte Microsoft Scout, den ersten Vertreter einer neuen Kategorie namens Autopilots. Diese Agenten laufen dauerhaft, besitzen eine eigene Identität und behalten etwa Postfach und Teams-Sitzungen im Blick, um offene Aufgaben aufzuspüren.
Wie sichert Microsoft die Agenten ab?
Microsoft integriert Execution Containers in Windows, um autonome Agenten durch Eindämmung, Isolation und Nutzerkontrolle sicherer zu machenJe autonomer Agenten agieren, desto größer die Angriffsfläche. Microsoft begegnet dem mit Execution Containers, einer richtliniengesteuerten Ausführungsschicht direkt im Windows-Betriebssystem. Windows-Chef Pavan Davuluri nennt Eindämmung, Isolation und Nutzerkontrolle als Bedingung dafür, dass Agenten im Unternehmen überhaupt einsetzbar sind.
Für deutsche Entwickler interessant: Die neuen Windows-Modelle Aion 1.0 Instruct und Aion 1.0 Plan rechnen lokal auf dem Gerät, was Datenschutz und Latenz zugutekommt. Im Excel-Agentenmodus lässt sich künftig auch Claude einbinden. Wie stark Agenten den Arbeitsalltag schon prägen, zeigt der Befund, dass bei Dropbox jeder zwölfte Pull Request vom Agenten stammt.
Microsoft verkauft nicht den nächsten Copilot-Knopf, sondern eine Basis für KI-Agenten. Damit wird der Agent vom Gadget zum Kollegen.
— Michael Dobler, Herausgeber Dr. WebPrüfen Sie, welche Ihrer Routineaufgaben sich an einen überwachten Agenten übergeben lassen, bevor die Tools flächendeckend ausrollen. Alle Ankündigungen bündelt der offizielle Microsoft-Blog.
Mehr zu KI bei Dr. Web.
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