
Man mag es kaum glauben, aber die Online-Enzyklopädie Wikipedia feiert heute ihren 25. Geburtstag. Am 15. Januar 2001 ging das Projekt an den Start, damals von vielen belächelt, heute aus dem Netz nicht mehr wegzudenken. Wer von euch hat nicht schon mal schnell einen Fakt gecheckt oder sich in den unendlichen Tiefen der Verlinkungen verloren?
Zum Jubiläum hat die Wikimedia Foundation ein paar interessante Zahlen und Neuerungen rausgehauen. Mittlerweile umfasst die Wikipedia über 65 Millionen Artikel in mehr als 300 Sprachen. Pro Monat gibt es rund 15 Milliarden Seitenaufrufe. Beeindruckend: Wikipedia ist die einzige Non-Profit-Seite unter den Top 10 der meistbesuchten Webseiten weltweit.
Tech-Konzerne, die Wikipedia-Inhalte nutzen, sollen auch etwas zurückgeben. Das ist der Grundgedanke hinter Wikimedia Enterprise. Die Wikimedia Foundation hat laut eigenen Aussagen dieses kommerzielle Produkt entwickelt, um großen Datennutzern den Zugriff auf Inhalte der Wikimedia-Projekte zu erleichtern. Wer Daten im großen Stil abgreift, bekommt hier eine Schnittstelle, die genau auf diese Bedürfnisse zugeschnitten ist, was Volumen und Geschwindigkeit angeht.
Im vergangenen Jahr hat sich der Kreis der Partner deutlich erweitert. Zu den bisherigen Größen wie Amazon, Google und Meta haben sich nun auch Ecosia, Microsoft, Mistral AI, Perplexity, Pleias und ProRata gesellt. Diese Unternehmen nutzen den kostenpflichtigen Zugang, um ihre Dienste zu füttern, unterstützen damit aber gleichzeitig die gemeinnützige Mission hinter Wikipedia. Es geht also darum, die Nachhaltigkeit der freien Enzyklopädie zu sichern, indem diejenigen zur Kasse gebeten werden, die massiv von den Inhalten profitieren. Das sorgt am Ende dafür, dass die Server weiter laufen und das Projekt finanziell auf stabilen Beinen steht.
Wikipedia ist für mich eines der wenigen guten Überbleibsel des ursprünglichen Internets. Trotz aller Kritik an Löschdiskussionen oder der manchmal schwierigen Community-Dynamik: Ohne die Wikipedia wäre das Netz ein deutlich dümmerer Ort. Dass sie sich nun auch als Datenlieferant für KI-Firmen positionieren, ist ein cleverer und notwendiger Schritt.
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