Wieder Thema: Einweg-Vapes sollen verboten werden

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Wer von euch gelegentlich mal dampft oder die bunten Dinger zumindest an jeder Straßenecke liegen sieht, der weiß: Einweg-E-Zigaretten sind ein massives Müllproblem. Jetzt macht Umweltminister Carsten Schneider (SPD) Ernst und spricht sich deutlich für ein Verbot der Vapes aus.

Das Argument hinter dem Vorstoß ist simpel wie einleuchtend: Die Geräte enthalten Lithium-Ionen-Akkus, die eigentlich viel zu schade für ein Wegwerfprodukt sind. Viel schlimmer ist jedoch die Brandgefahr. Landen die Teile im normalen Hausmüll, fangen sie in den Sortieranlagen gerne mal Feuer oder explodieren sogar. Schneider sagt dazu ganz trocken: „Die Dinger sind gefährlich.“

Ab Juli 2026 gibt es in Deutschland zwar eine kleine Besserung, denn Verbraucher können die E-Zigaretten dann überall dort zurückgeben, wo sie auch verkauft werden. Ein echtes Pfandsystem fehlt aber weiterhin. Kritiker wie die Deutsche Umwelthilfe sagen deshalb: Ohne finanziellen Anreiz bringt die Rückgabepflicht wenig, die Bequemlichkeit siegt am Ende meistens.

Andere Länder wie Frankreich, Belgien oder Großbritannien haben den Riegel bereits vorgeschoben und Verbote umgesetzt. In Deutschland war man bisher wegen rechtlicher Bedenken zurückhaltend, doch nun scheint Bewegung in die Sache zu kommen.

Die Branche selbst sieht das laut Tagesschau-Bericht natürlich skeptisch. Der Branchenverband VdeH warnt vor einem florierenden Schwarzmarkt, der schon heute jedes zweite Gerät ohne Jugendschutz oder Steuern in den Umlauf bringe. Man solle erst einmal bestehende Regeln durchsetzen, statt neue Verbote zu erlassen.

Spätestens 2027 dürfte sich das Thema ohnehin teilweise von selbst erledigen: Dann greift die neue EU-Batterieverordnung, die vorschreibt, dass Akkus in Geräten leicht entfernbar und austauschbar sein müssen. Das klassische Wegwerf-Design der aktuellen Vapes wäre damit Geschichte.

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