WhatsApp: EU plant strengere Regulierung nach dem Digital Services Act (DSA)

2 months ago 3

WhatsApp soll in der EU offenbar bald strenger reguliert werden. Die Europäische Union soll Meta bereits darüber informiert haben, dass die offenen Kanäle des Messengers die Einstufung als „sehr große Online-Plattform“ nach dem Digital Services Act (DSA) bedingen. Als Ergebnis müssen die dortigen Inhalte dann strenger moderiert werden.

Eine offizielle Mitteilung der EU-Kommission steht dazu zwar noch aus, die Einordnung als „Very Large Online Plattform“ (VLOP) soll aber laut einem Bericht von Bloomberg beschlossene Sache sein. Die Kommission habe Meta deswegen angeblich bereits über die Entscheidung benachrichtigt. Wann das Ganze öffentlich gemacht werden soll, ist noch offen. Der Mutterkonzern von WhatsApp hat aber mit dieser Einordnung in der EU bereits Erfahrung. So zählen auch Facebook und Instagram als VLOPs.

Die Einstufung als sehr große Online-Plattform trifft soziale Netzwerke ab einer Nutzerbasis von mindestens 45 Mio. Nutzern. Die WhatsApp Channels haben laut Meta bereits Ende 2024 mehr als 46,8 Mio. Nutzer erreicht. Nicht betroffen ist von dem DSA und der Regulierung die Kernfunktion von WhatsApp – das Messaging. Es geht im DSA nämlich nicht um private Messenger, sondern um öffentliche Communitys, wie sie eben auch die Channels darstellen.

Die Einstufung als VLOP erhöht für die Betreiber die Moderations- und auch Transparenzpflichten erheblich. Meta dürfte damit aber ausreichend Erfahrung haben. Noch wollten sich aber weder der US-Konzern noch die EU-Kommission zur Thematik äußern.

Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

Read Entire Article