
Es gibt Neuigkeiten im Übernahmekrimi rund um Warner Bros. Discovery (WBD). Das Board of Directors hat sich heute einstimmig gegen das überarbeitete Übernahmeangebot von Paramount Skydance ausgesprochen. Die Offerte, die am 22. Dezember 2025 nachgebessert wurde, sei schlicht nicht im besten Interesse des Unternehmens und der Aktionäre. Man hält stattdessen an der bereits Anfang Dezember angekündigten Fusion mit Netflix fest, da diese als deutlich überlegen eingestuft wird.
Samuel A. Di Piazza Jr., der Vorsitzende des Boards, ließ verlauten, dass das Angebot von Paramount in vielen Schlüsselbereichen hinter dem Deal mit Netflix zurückbleibt. Ein gewichtiger Kritikpunkt ist die Finanzierung. Paramount Skydance plane quasi den größten Leveraged Buyout der Geschichte. Für die Transaktion müssten rund 94,65 Milliarden Dollar an Kapital aufgebracht werden, wobei allein die zusätzlichen Schulden über 50 Milliarden Dollar betragen würden. Da Paramount selbst nur eine Marktkapitalisierung von 14 Milliarden Dollar aufweist und ein Kreditrating im „Junk“-Bereich hat, sieht das WBD-Board hier massive Risiken, dass die Finanzierung platzen könnte.
Ein Wechsel zu Paramount käme Warner Bros. Discovery zudem teuer zu stehen. Man müsste Netflix eine Auflösungsgebühr von 2,8 Milliarden Dollar zahlen. Zusammen mit weiteren Kosten für geplatzte Schuldentausche und Zinsen beliefen sich die Gesamtkosten für einen Kurswechsel auf rund 4,7 Milliarden Dollar. Dies würde den potenziellen Nettoerlös aus einer Regulierungs-Ausfallgebühr, die Paramount zahlen müsste, von 5,8 Milliarden Dollar auf 1,1 Milliarden Dollar zusammenschmelzen lassen. Im Gegensatz dazu steht Netflix mit einer Marktkapitalisierung von rund 400 Milliarden Dollar und einem soliden Investment-Grade-Rating deutlich stabiler da.
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