Unraid OS 7.1.0 Beta: Drahtlose Netzwerke und verbesserte VM-Verwaltung

9 months ago 10

Die neue Beta-Version des Unraid-Betriebssystems bringt Neuerungen für Heimserver-Enthusiasten. Die Version 7.1.0-beta.1 führt erstmals die native Unterstützung für drahtlose Netzwerke ein und erweitert die Möglichkeiten bei der Verwaltung virtueller Maschinen erheblich. Eine der wichtigsten Neuerungen ist die Integration von WLAN-Funktionen. Auch wenn kabelgebundene Verbindungen weiterhin die erste Wahl für stabile Serverumgebungen bleiben, eröffnet die WLAN-Unterstützung neue Einsatzmöglichkeiten. Die Einrichtung erfolgt über die Weboberfläche in den Netzwerkeinstellungen. Das System unterstützt dabei Verschlüsselungsstandards wie WPA2 und WPA3, auch in Enterprise-Umgebungen.

Im Bereich der Speicherverwaltung ermöglicht die neue Version den Import bestehender ZFS-Pools von anderen Systemen. Dies vereinfacht die Migration von Daten aus TrueNAS, Proxmox, Ubuntu oder QNAP-Systemen nach Unraid. Das System wählt bei der Integration automatisch die größte verfügbare Partition auf jeder Festplatte. Die Verwaltung virtueller Maschinen wurde durch mehrere Funktionen erweitert. Die neue VirGL-Technologie ermöglicht die gemeinsame Nutzung von Intel- und AMD-Grafikkarten durch mehrere Linux-VMs. Dies geschieht über eine virtuelle Grafikausgabe mit Hardwarebeschleunigung. Zusätzlich wurde die Unterstützung für QXL-Virtual-GPUs eingeführt, die mehrere Bildschirme und anpassbare Speicherzuweisungen erlaubt.

Eine weitere Neuerung ist die Möglichkeit, VM-Konfigurationen als Vorlagen zu speichern. Diese können zwischen verschiedenen Unraid-Servern ausgetauscht werden. Die CPU-Zuweisung für virtuelle Maschinen wurde flexibler gestaltet. Wenn keine manuelle Kernzuordnung erfolgt, wählt das System automatisch geeignete CPU-Kerne aus. Technisch basiert die neue Version auf dem Linux-Kernel 6.12.19 und nutzt aktuelle Versionen von jQuery 3.7.1 und PHP 8.4.4. Der Nouveau-Grafiktreiber ist nun enthalten, standardmäßig aber deaktiviert. Die Beta-Version richtet sich ausdrücklich an Testsysteme und sollte nicht in produktiven Umgebungen eingesetzt werden, da noch Fehler und Instabilitäten auftreten können.

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