Ugreen steigt mit einem eigenen AIoT-Line-up ins Smart Home ein. Im Zentrum stehen die lokalen KI-Hubs HomeAgent und MasterAgent. Die Idee: Automatisierung, Objekterkennung und Sprachsteuerung, aber ohne sensible Daten in die Cloud zu schieben. Da bremse ich aber direkt mal die Euphorie bei euch: Das Ganze ist noch ein recht frühes Stadium. Vorbestellungen für die Hubs laufen bis 27. Oktober, danach Kickstarter bis Jahresende. Versand soll im Januar starten. Kennt man vielleicht vom ersten KI-NAS des Unternehmens. Doch zum Thema.
Der HomeAgent HA100 setzt auf ein RK3588-SoC, 16 GB LPDDR5 und 26 TOPS. Er unterstützt regelbasierte Routinen, kategorische Objekterkennung und Gerätebefehle. Der HA100 Pro nutzt ein CIX-CP8180(P1), 32 GB RAM und 205 TOPS. Er soll Bewegung verstehen, Absichten ableiten und Regeln per natürlicher Sprache anlegen. Der HA100 kostet 1.799 US-Dollar, der Pro 5.999 US-Dollar, Early Bird jeweils rund die Hälfte. Darüber sitzt der MasterAgent MA100 auf Nvidias Jetson Thor (Blackwell-SoM, 128 GB Unified Memory) mit bis zu 2.070 TOPS für 20.000 US-Dollar, Early Bird 50 Prozent weniger.
Warum so ein Hub? Die Hubs "sprechen" ab Werk ONVIF und Matter, Zigbee und Thread sind geplant. Offiziellen Home-Assistant-Support gibt es nicht, es läuft Ugreens UGOS Pro drauf. Speicher wie beim NAS: eigene SATA-Platten, plus M.2 und SD. HDMI und Ethernet sind mit an Bord. Ihr könnt euch damit also eine leistungsstarke Heim-Zentrale bauen. Klar, kostet Asche und ist vielleicht ein Ding für eine absolute Nische.
Dazu kommen noch drei SynCare-Kameras mit lokaler Gesichts- und Paketerkennung: Indoor Cam ID500 Pro für 149 US-Dollar, PoE Cam OD600 Pro für 269 US-Dollar und Battery Cam OD800 Pro für 399 US-Dollar. Fernzugriff per Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, lokal AES-256. Der Smart Speaker für den Assistenten Uliya liegt bei 99 US-Dollar.
Wie oben erwähnt: noch alles ungelegte Eier. Klar, von der Hardware her gut, sicherlich auch das KI-Geraffel - doch echte Smart-Home-Enthusiasten setzen da sicherlich eher auf Home-Assistant-Maschinen. Und preislich muss man schauen: Speicher ist sackteuer, aber in Sachen KI-Verarbeitung kommt man bei Preis-Leistung für den Heimgebrauch schwer um einen Mac drum herum. Und den kannste sogar als guten Arbeitsrechner nebenher nehmen. Falls ihr euch einlesen wollt über Ugreens neue Hardware: Da lang.
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2 months ago
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