Ubuntu 26.04 LTS: Ein Blick auf die Roadmap und neue Funktionen

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Das Desktop-Team von Ubuntu hat sich neulich in Göteborg getroffen, um die Weichen für die kommende Version 26.04 LTS zu stellen. Da es sich um eine Version mit Langzeitunterstützung handelt, liegen die Schwerpunkte traditionell auf Stabilität und einer runden Nutzererfahrung. Bis zur Veröffentlichung im April 2026 stehen einige Änderungen auf dem Plan.

Ein Baustein wird GNOME 50 sein. Man will nah am Entwicklungszyklus von GNOME bleiben, um Nutzern die aktuellen Verbesserungen zu bieten. Dabei fallen auch Änderungen bei den Standardanwendungen ins Auge. Showtime soll den bisherigen Videoplayer Totem ablösen, während eine neue App namens Resources den Systemmonitor ersetzt. Beide Anwendungen sollen sich laut der Entwickler moderner anfühlen und besser in die Desktop-Umgebung einfügen. Auch unter der Haube tut sich was: Die Wayland-Sitzung, mittlerweile Standard, soll auf Nvidia-Hardware und generell performanter und stabiler laufen. Wer Geräte mit Fingerabdrucksensor nutzt, darf auf bessere Unterstützung hoffen, insbesondere bei zertifizierter Hardware mit SPDM-basierter Authentifizierung.

Ein Dauerbrenner ist die Integration von Snaps. Diese sollen sich in Version 26.04 fast wie native Anwendungen anfühlen. Das betrifft die Erkennung durch das System, Datei-Verknüpfungen und Berechtigungsabfragen. Im Audiobereich wird an der Paketierung von PipeWire gearbeitet, um Wartung und Tests zu vereinfachen, auch wenn die klassischen Debian-Pakete vorerst bleiben. Canonical-gepflegte Snaps sollen übrigens künftig automatisierter aktualisiert werden und auf die core24-Basis umziehen. Viel Arbeit fließt in den Installer und den ersten Systemstart. Das Ziel sei wohl eine sofortige Zugänglichkeit.

In Sachen Sicherheit wird die TPM-gestützte Festplattenverschlüsselung weiter poliert. Nutzer erhalten mehr Kontrolle, etwa beim nachträglichen Hinzufügen von PINs oder Passphrasen. Das Security Center wird zur zentralen Anlaufstelle, auch für Berechtigungsanfragen, die optisch überarbeitet werden. Generell soll die Softwareverwaltung vereinheitlicht werden. Das App Center soll künftig als die zentrale Schnittstelle für alle Anwendungen dienen, unabhängig davon, ob es sich um Snaps oder klassische deb-Pakete handelt. Alte Tools wie die Software-Eigenschaften könnten langfristig verschwinden, deren Funktionen wandern ins Security Center oder das App Center.

Wer sich den Termin im Kalender markieren möchte: Nach verschiedenen Freeze-Phasen im Frühjahr ist die finale Veröffentlichung von Ubuntu 26.04 LTS für den 23. April 2026 angesetzt.

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