Stand: 03.08.2026, 11:32 Uhr
US-Präsident Trump hat nach eigenen Angaben einen massiven Militärangriff auf den Iran in letzter Minute gestoppt.
US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben einen Militärschlag auf den Iran abgesagt, den er als den „größten Angriff seit dem Zweiten Weltkrieg“ bezeichnet. Der Angriff sei auf Bitten von Verbündeten in der Region – darunter Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar – vorerst ausgesetzt worden. Trump sprach am Sonntagabend an Bord seiner Präsidentenmaschine von den „Umrissen einer Einigung“ und kündigte für Montagnachmittag neue Gespräche mit dem Iran an. Verteidigungsminister Pete Hegseth betonte, das US-Militär stehe weiterhin bereit. Aus Teheran gab es zunächst keine Bestätigung für geplante Verhandlungen. Zentrale Themen der Gespräche sollen die Öffnung der Straße von Hormus sowie das iranische Atomprogramm sein – beide Komplexe dominierten bereits vorherige Verhandlungsrunden in Pakistan und der Schweiz.
Straße von Hormus: Was hinter dem wichtigsten Druckmittel des Iran steckt
Die Blockade der Straße von Hormus gilt seit Kriegsbeginn als das wirksamste Druckmittel Teherans gegenüber Washington. Durch die Meerenge fließt ein erheblicher Teil des globalen Öl- und Gasexports aus den Golfstaaten. Die Blockade treibt die Weltmarktpreise – ein Problem für Trumps Republikaner, die in gut drei Monaten bei den US-Zwischenwahlen antreten müssen. Nach Bekanntwerden der Angriffssage sank der Ölpreis der Referenzsorte Brent am Montagmorgen um rund sieben Prozent auf etwas über 83 US-Dollar pro Barrel. Ob ein tragfähiges Abkommen tatsächlich kurz bevorsteht, ist unter Beobachtern umstritten: Die Streitthemen sind komplex, die Interessen der Konfliktparteien gegenläufig – und der seit Ende Februar andauernde Krieg hat bereits mehrere vermeintliche Durchbrüche erlebt, die sich im Nachhinein nicht bestätigten. Die Voraussetzungen für ein mögliches Abkommen zeigt das Video.



