Nvidia erhöht Preise der KI-Server für Rechenzentren wohl um über 15 Prozent

1 hour ago 1

Betreiber von KI-Rechenzentren und Cloud-Anbieter müssen sich auf höhere Nvidia-Preise einrichten. Einige der größten Nvidia-Kunden sind bereits darüber informiert worden, dass die KI-Server des Marktführers für KI-Beschleuniger um teilweise mehr als 15 Prozent teurer werden, wird jetzt berichtet. Der Grund dürfte in den gestiegenen Speicherpreisen liegen, denn bei diesen KI-Servern handelt es sich um Komplettsysteme, die neben Prozessoren und KI-Beschleunigern auch über RAM verfügen.

Zudem werden auch die KI-Beschleunigerkarten selbst aufgrund des integrierten Speichers teurer. Das müssen auch PC-Spieler erfahren. Denn kürzlich hieß es bereits, dass Grafikkarten nochmals rund 20 Prozent teurer werden, weil Nvidia die Preise für Bundles aus GPU und RAM erhöht hat. Deshalb sind in diesen Wochen erneut steigende Preise für Grafikkarten zu erwarten.

Anfang nächsten Jahres werden auch die KI-Server von Nvidia betroffen sein, schreibt Bloomberg. Systeme auf Basis der neuen Vera-Rubin- und der bisherigen Grace-Blackwell-Plattformen, die 2027 ausgeliefert werden, werden in vielen Fällen mehr als 15 Prozent teurer. Laut mit der Angelegenheit vertrauten Personen, die nicht namentlich genannt werden wollen, hängt das Ausmaß der Preiserhöhung der Systeme von der eingesetzten Chip-Generation und der Speicherausstattung ab.

Demnach haben Unternehmen, die die KI-Server im Auftrag für große Rechenzentrumsbetreiber wie Microsoft, Google und Oracle bauen, ihre Kunden bereits über die anstehende Preiserhöhung informiert. Von Nvidia selbst gibt es dazu aber keine Auskunft. Entsprechende Anfragen dazu wurden bislang nicht beantwortet. Im Laufe dieser Woche wird Nvidia aber den nächsten Quartalsbericht vorlegen und dann möglicherweise etwas zur Preisentwicklung verraten.

Die neue KI-Server-Generation „DGX Vera Rubin“ mit hauseigener CPU hatte Nvidia erst Anfang dieses Jahres auf der CES in Las Vegas präsentiert. Neben der neuen GPU-Architektur Rubin setzt Nvidia dabei auf den ARM-Prozessor Vera mit 88 selbst entwickelten Olympus-Kernen. Bei der Vorgänger-CPU für Grace-Blackwell-Systeme kommen noch Neoverse-Kerne von der Stange zum Einsatz. Erst vor rund einen Monat wurde verkündet, dass die ersten Cloud-Hyperscaler Nvidias Vera Rubin NVL72 in Betrieb genommen haben. Mit NVL72 bezeichnet Nvidia vollständige Racks mit 72 Rubin-Beschleunigern und 36 Vera-Prozessoren inklusive Netzwerktechnik.

Doch schon weniger als ein halbes Jahr nach der ersten Verfügbarkeit wird Nvidia offenbar die Preise anziehen, denn die gesamte Branche ist derzeit von den drei Speicherherstellern Samsung, SK Hynix und Micron abhängig. Diese können die explodierte DRAM-Nachfrage nicht bedienen und reagieren mit Preisaufschlägen. Als Folge haben bereits einige Computerhersteller wie Apple die Preise erhöht.

(fds)

Read Entire Article