Trump begrüßt Selenskyj-Putin-Treffen - Kreml zeigt sich offen

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Eine Explosion im rumänischen Hafen in Konstanza

Ukraine-News I 5. Juni

Stand: 05.06.2026 19:48 Uhr

Diese Ukraine-News vom Freitag, 5. Juni 2026, sind beendet.

von MDR AKTUELL

Aktuelle Ukraine-News

Bundeskanzler Friedrich Merz (l-r), der britische Premierminister Keir Starmer, der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und der französische Präsident Emmanuel Macron treffen sich in der Downing Street 10.

Ukraine-News

In London beraten heute die Staatschefs von Deutschland, Frankreich und Großbritannien gemeinsam mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj, wie der stockende Verhandlungsprozess im Ukraine-Krieg neu belebt werden kann.

Ukraine-News vom Freitag, 5. Juni 2026

Putin räumt wirtschaftliche Probleme ein

Russlands Präsident Wladimir Putin hat Probleme der russischen Wirtschaft eingeräumt und relativiert. Beim Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg sagte er, das Wachstum sei "verhalten" und jetzt auf Niveau der Euro-Länder. Er erwarte, dass sich die Wirtschaft wieder erhole, deutete aber an, dass 2026 das Haushaltsdefizit wachse. Derzeit sei es mit 2,6 Prozent aber kleiner als in europäischen Ländern. Unerwähnt blieben die wegen der hohen Inflation hohen Zinsen für die Staatsschulden. Putin sprach indes von Vertrauen in die russische Währung: Zwei Drittel der Exporte würden in Rubel abgewickelt.

Hinsichtlich des Ukraine-Kriegs beharrte er erneut auf der vollen Kontrolle über den Donbass und lehnte ein Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ab. (Quellen: dpa, AFP, Reuters, EBU)

Toter bei russischem Angriff auf Saporischschja

Bei einem russischen Drohnenangriff auf Saporischschja im Süden der Ukraine ist nach ukrainischen Angaben ein Mensch getötet worden. 16 seien verletzt worden.

Video: Mehrere Tote bei russischen Angriffen auf die Ukraine (1 Min)

Ukrainische Drohne explodiert in Rumänien

Die im Hafen der rumänischen Schwarzmeer-Stadt Constanța explodierte Seedrohne ist ukrainischen Ursprungs. Das hat die ukrainische Marine bestätigt. Demnach sei die Überwasser-Drohne durch elektronische Systeme der russischen Armee gestört worden und an der rumänischen Küste gelandet. Die rumänischen Behörden seien vorab gewarnt worden. Die Drohne war heute Vormittag im zivilen Teil des Hafens detoniert. Mehr als 1.000 Menschen waren gewarnt worden. Die russische Botschaft in Rumänien erklärte, Russland habe mit dem Vorfall nichts zu tun. (Quelle: Reuters)

Video: Seedrohne in rumänischem Hafen explodiert (1 Min)

Kriegsgefangene ausgetauscht

Russland und die Ukraine haben erneut Kriegsgefangene ausgetauscht. Es seien jeweils 185 Gefangene übergeben worden, meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur RIA. (Quelle: Reuters)

Von der Leyen sieht Bedrohung für EU-Länder

Nach der Drohnen-Explosion im rumänischen Schwarzmeer-Hafen Constanta hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vor einer Bedrohung für Länder an der EU-Ostgrenze gewarnt und "unsere Solidarität mit jedem Mitgliedstaat" bekräftigt. Dem rumänischen Verteidigungsministerium zufolge war eine Marinedrohne in der Nähe eines Öl-Terminals explodiert. Es habe keine Verletzten gegeben. (Quelle: Reuters)

Ukraine greift Schiffe in besetzten Häfen an

Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben mehrere Schiffe in von Russland besetzten Gebieten mit Drohnen angegriffen. Betroffen seien fünf Schiffe in den Häfen von Mariupol und Berdjansk und in angrenzenden Küstengewässern, teilte der Kommandeur der Drohnenstreitkräfte, Robert Browdi, mit. Demnach handele es sich um Frachter und einen Tanker, die am "Diebstahl" von ukrainischem Getreide und am Umschlag von Militärgütern und Treibstoff beteiligt gewesen seien. (Quelle: Reuters)

Deutschland unterstützt Selenskyjs Vorstoß

Die Bundesregierung begrüßt den Brief des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj an den russischen Staatschef Wladimir Putin. Es brauche jetzt aufseiten Russlands eine "ernsthafte Bereitschaft", Verhandlungen über einen Frieden aufzunehmen, sagte ein Regierungssprecher in Berlin. Diese sei allerdings nicht in Sicht. Klar sei auch, dass an solchen Gesprächen auch Europa und die USA beteiligt sein müssten, betont der Sprecher. In dem Brief schlägt Selenskyj ein persönliches Treffen mit Putin vor, um über einen Frieden zu verhandeln. (Quelle: Reuters)

Aserbaidschan: Fünf Tote bei Drohnen-Angriff

Bei einem Drohnenangriff auf zwei Frachtschiffe im Asowschen Meer sind nach Angaben der aserbaidschanischen Regierung fünf Aserbaidschaner getötet worden. Drei weitere Personen seien verletzt worden, teilte das Außenministerium in Baku am Freitag unter Berufung auf Informationen aus Russland mit. Nach Angaben russischer Staatsmedien machte der russische Vize-Außenminister Michail Galusin die Ukraine für den Vorfall verantwortlich. (Quelle: AFP)

Weitere Seedrohnen in rumänischem Hafen

Nach der Explosion einer Seedrohne im rumänischen Schwarzmeerhafen Constanta sind an der Küste drei weitere unbemannte Boote entdeckt worden. Das berichtete das Nachrichtenportal "Digi24" unter Berufung auf Insider. Zuvor war im Hafen in der Nähe eines Ölterminals eine Seedrohne explodiert, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. Verletzt wurde dabei niemand. Die eingesetzten Drohnen werden auch im Krieg in der benachbarten Ukraine verwendet. (Quelle: Reuters)

Kreml: Putin über Brief von Selenskyj informiert

Der russische Präsident Wladimir Putin ist nach Angaben von Kremlsprecher Dmitri Peskow über den offenen Brief des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj informiert. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Tass. In dem Schreiben schlug Selenskyj ein direktes Treffen mit dem russischen Präsidenten vor, um über ein Ende des Krieges zu verhandeln. Sollte dies nicht zustande kommen, erklärte er, sei Kiew bereit, den Kampf fortzusetzen. Zudem äußerte Selenskyj die Einschätzung, die russische Bevölkerung sei Putin und dem Krieg überdrüssig. (Quelle: Reuters)

Tote bei russischem Drohnenangriff nahe Kiew

Bei einem russischen Drohnenangriff im Kreis Browary nahe der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind nach Angaben der Behörden mindestens vier Menschen getötet worden. Sieben weitere Personen seien verletzt worden, schrieb der Gouverneur der Region Kiew, Mykola Kalaschnyk, auf Telegram. Demnach habe Russland ein Unternehmen der Lebensmittelindustrie angegriffen. Die Opfer seien Mitarbeitende des Betriebs gewesen. Teile des Gebäudes seien zerstört worden, zudem sei ein Brand ausgebrochen. Nach Angaben der Behörden könnten sich unter den Trümmern noch zwei weitere Menschen befinden. (Quelle: dpa)

Feuerpause bei AKW Saporischschja in Kraft

In der Nähe des südukrainischen Atomkraftwerks Saporischschja ist eine von der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) vermittelte Feuerpause zwischen Russland und der Ukraine in Kraft getreten. Nach Angaben der IAEA schafft dies die Voraussetzungen für dringend benötigte Reparaturen an einer Stromleitung des Kraftwerks. Diese seien notwendig, um das Risiko eines atomaren Unfalls zu verringern. Techniker beider Seiten sollen in den kommenden Tagen mit den Arbeiten beginnen.

Das Atomkraftwerk Saporischschja mit seinen sechs Reaktoren gilt als das größte Europas. Russische Truppen hatten die Anlage im März 2022, kurz nach Beginn des großangelegten Angriffskrieges gegen die Ukraine, unter ihre Kontrolle gebracht. Rund um das nahe der Front liegende Kraftwerk kam es seitdem immer wieder zu Gefechten. Auch auf dem AKW-Gelände selbst schlugen mehrfach Geschosse ein und richteten Schäden an. Aus Sicherheitsgründen ist die Anlage derzeit außer Betrieb. In dem Kraftwerk wird jedoch weiterhin radioaktives Material gelagert. (Quelle: Reuters)

Wadephul drängt Putin zu Friedensgespräch

Bundesaußenminister Johann Wadephul hat Russlands Präsidenten Wladimir Putin zu Verhandlungen über eine Friedenslösung für die Ukraine aufgefordert. "Es ist jetzt an der Zeit, an den Verhandlungstisch zu kommen", sagte Wadephul bei einem Besuch in Mexico City. Zugleich pochte er darauf, dass Europa an möglichen Gesprächen beteiligt wird. Fragen der europäischen Sicherheit, möglicher Garantien für die Ukraine und ihres EU-Beitritts könnten nur gemeinsam mit den Europäern verhandelt werden. (Quelle: dpa)

Trump begrüßt mögliche Gespräche

US-Präsident Donald Trump hat einen möglichen direkten Austausch zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und Russlands Präsidenten Wladimir Putin begrüßt. "Sie sollten es zustande bringen", sagte Trump auf die Frage nach einem möglichen Treffen der beiden Staatschefs. Zu möglichen Zugeständnissen für eine Friedenslösung äußerte er sich nicht konkret. Beide Seiten würden Kompromisse eingehen müssen, sagte Trump. Er habe entsprechende Vorschläge gemacht. (Quelle: APTN)

Video: Selenskyj schreibt Brief an Putin zu Friedensgesprächen (1 Min)

US-Repräsentantenhaus billigt Ukraine-Hilfen

Das US-Repräsentantenhaus hat einen Gesetzentwurf mit neuen Hilfen für die Ukraine sowie zusätzlichen Sanktionen gegen Russland verabschiedet. Vorgesehen sind eine Milliarde US-Dollar an direkter Unterstützung und Kredite von bis zu acht Milliarden Dollar für Kiew. Zudem sollen der russische Finanz-, Öl- und Bergbausektor mit weiteren Sanktionen belegt werden. Das Vorhaben muss jedoch noch den Senat passieren. Außerdem gilt ein Veto von US-Präsident Donald Trump als wahrscheinlich. (Quelle: Reuters)

Eine Tote und elf Verletzte in Saporischschja

Bei einem russischen Angriff auf die südostukrainische Region Saporischschja Oblast ist nach Angaben der örtlichen Behörden eine Frau getötet worden. Elf weitere Menschen wurden demnach verletzt. Gouverneur Ivan Fedorov erklärte, Russland habe bei dem Angriff Gleitbomben eingesetzt. In der Region wurde wiederholt Luftalarm ausgelöst. (Quelle: Reuters)

Putin kündigt Ausbau der Luftabwehr an

Nach ukrainischen Drohnenangriffen auf Ziele in Saint Petersburg hat Russlands Präsident Vladimir Putin eine Verstärkung der Luftabwehr angekündigt. Russland verfüge über ein funktionierendes System, dieses müsse jedoch weiter verbessert werden, sagte er. Zugleich erklärte Putin, Moskau erwäge einen breiteren Einsatz der Hyperschallrakete Oreshnik gegen Ziele in der Ukraine. (Quelle: AFP)

Die Ereignisse gestern – 4. Juni 2026

Im Ukraine-Krieg gab es neue diplomatische Signale. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schlug dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in einem offenen Brief ein persönliches Treffen vor, um über ein Ende des Krieges zu verhandeln. Die Ukraine sei bereit, während der Gespräche eine vollständige Waffenruhe einzuhalten und alle Kriegsgefangenen auszutauschen. Der Kreml erklärte daraufhin, Selenskyj könne jederzeit nach Moskau kommen.

Auch Putin äußerte sich grundsätzlich offen für eine diplomatische Lösung. Er verwies dabei auf nach eigenen Angaben mit US-Präsident Donald Trump in Alaska erzielte Verständigungen, nannte jedoch keine Details. Zugleich bekräftigte er Russlands Forderung, dass die Ukraine für einen Frieden den verbleibenden Teil der Donbass-Region aufgeben müsse.

Die Kämpfe gingen unterdessen weiter. Nach ukrainischen Angaben wurden bei russischen Angriffen in der Region Cherson sechs Menschen getötet und 26 weitere verletzt. Im Gebiet Sumy kamen mindestens zwei Menschen ums Leben. In der Region Kiew wurde bei einem Angriff eine Infrastruktureinrichtung beschädigt, zudem kam es zu Bränden in der Region Odessa.

Video: Russischer Angriff löst Großbrand in Oblast Kiew aus (1 Min)

Auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim wurden nach Angaben der dortigen Behörden bei ukrainischen Angriffen vier Menschen getötet und mehrere weitere verletzt. Das russische Verteidigungsministerium meldete zudem die Abwehr von 272 ukrainischen Drohnen in der Nacht.

Auf europäischer Ebene kündigte sich eine mögliche Änderung beim Schutzstatus ukrainischer Flüchtlinge an. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt stellte infrage, ob ukrainische Männer im wehrpflichtigen Alter künftig weiterhin automatisch unter die EU-Massenzustromrichtlinie fallen sollten. Stattdessen könnten sie reguläre Asylverfahren durchlaufen. Unterstützung für diesen Kurs kam unter anderem aus Österreich.

Ukraine-News von Freitag, 5. Juni 2026

Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

Rettungskräfte beseitigen Trümmer und suchen nach Menschen in einem Wohnblock, der von einer Rakete getroffen wurde.

Nachrichten und Hintergründe

Am 24. Februar 2022 hat Russland die Ukraine überfallen. Doch die ukrainische Armee kann sich halten und konnte Gebiete zurückerobern, der Westen unterstützt sie. Aktuelle Nachrichten und Hintergründe zum Krieg.

Krieg in Europa. Welche Strategie verfolgt die russische Armee, wie stehen die Chancen der ukrainischen Verteidiger? Einschätzungen der militärischen Lage und der Kriegsfolgen vom früheren NATO-General Erhard Bühler.

Russland führt Krieg gegen die Ukraine - Zerstörung, Leid und Flucht. In diesem Podcast bündeln wir Interviews und Berichte rund um den Krieg, seine Folgen für die Welt, Europa und in Deutschland.

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