TerraMaster D1 SSD Pro im Test: Ein massiver Riegel für Speed-Junkies

3 weeks ago 3

Da will man mal eben ein paar hundert Gigabyte Videomaterial oder die Foto-Mediathek sichern und die externe SSD dümpelt irgendwo bei 500 MB/s herum. TerraMaster schickt jetzt mit der D1 SSD Pro ein Gehäuse ins Rennen, das Schluss mit der Warterei machen will. 80 Gbit/s über USB4 klingen nach gutem Zeug – ich habe mir das Teil mal für euch angeschaut (das Gehäuse bekam ich ohne SSD als Testgerät).

Das Erste, was man beim Auspacken merkt: Die D1 SSD Pro ist kein Spielzeug. Das Gehäuse ist komplett aus Aluminium gefräst und wiegt satte 300 Gramm. Warum so schwer? Ganz einfach: Wer Daten mit mehreren Gigabyte pro Sekunde schaufelt, erzeugt Hitze. Und da TerraMaster auf einen Lüfter verzichtet (Gott sei Dank!), dient das ganze Gehäuse als riesiger Kühlkörper. Das Kabel liegt anbei, ebenso ist eine Transporttasche dabei.

Einbau: In zwei Minuten zum Ziel

Die Installation ist so simpel, wie man es sich wünscht. Eine einzige Schraube hält das Gehäuse zusammen. Praktisch: Die Schraube ist gesichert, kann also nicht einfach unters Sofa rollen. SSD (die muss ja auch flott sein) einrasten lassen, Wärmeleitpad drauf, Deckel zu. TerraMaster legt sogar den passenden Schraubendreher bei.

In der Praxis hängt die Geschwindigkeit natürlich extrem von eurer verbauten SSD und eurem Rechner ab. An einem modernen Mac oder PC mit USB4-Support rennt das Teil aber wie die Feuerwehr. Wir sprechen hier von realen Werten bei +6.000 MB/s beim Lesen.

Das ist der Punkt, an dem man fast 4K-Rohmaterial direkt vom externen Laufwerk schneidet, als wäre es die interne Platte. Lasst euch da von theoretischen Angaben nicht ablenken oder narren. Die liegen höher, sind oft aber nicht in der Realität zu schaffen. Ich konnte das Ganze an einem M4-Max-MacBook ausprobieren, da kommt selbst die interne Platte nur auf knapp über 6.000 MB/s.

Besonders beeindruckend: Auch nach 15 Minuten Dauerfeuer drosselt die Geschwindigkeit nicht. Die Kühlrippen werden zwar warm, aber der Controller bleibt im grünen Bereich. Das ist vermutlich genau das, was Profis brauchen.

Und das sind vermutlich auch die, die aktuell die schweineteuren, großen SSDs kaufen können. Für den Speed bräuchtet ihr z. B. Samsung 990 Pro, Crucial T500, die WD_BLACK SN850X oder eine SK Hynix Platinum P41.

Fazit: Für wen ist das was?

Die TerraMaster D1 SSD Pro ist kein Produkt für den 08/15-User, der mal eben ein paar Urlaubsfotos sichert. Dafür ist sie mit rund 250 Euro (ohne SSD) schlicht zu teuer. Sie ist ein Werkzeug für Video-Editoren, Fotografen und Power-User, die keine Zeit zu verlieren haben und ein lautloses, extrem robustes Gehäuse suchen. Und sofern ihr keine entsprechende SSD habt, ist das Ganze momentan auch Perlen vor die Säue.

Die technischen Daten

Merkmal Spezifikation
Schnittstelle USB4 (80 Gbit/s), kompatibel mit Thunderbolt 3/4/5
Controller ASMedia ASM2464PDX
SSD-Unterstützung M.2 NVMe (2280), PCIe Gen 4×4 empfohlen
Kühlung Passiv über massives Aluminium-Gehäuse
Max. Kapazität 8 TB
Besonderheiten Bus-powered, inkl. Hardcase & Werkzeug

Was ist gut, was nervt?

Pro

  • Abartige Geschwindigkeit: USB4 mit bis zu 80 Gbit/s lässt die Konkurrenz alt aussehen.
  • Lautlose Kühlung: Keine nervigen Lüfter dank massivem Kühlrippen-Design.
  • Verarbeitungsqualität: Fühlt sich an wie ein kleiner Panzer (CNC-Alu).
  • Zukunftssicher: Kompatibel mit fast allem, was einen USB-C Port hat.
  • Kleines Licht: Zeigt an, ob ihr USB4 oder weniger nutzt.

Contra

  • Der Preis: Mit ca. 250 € (ohne SSD!) ein teures Vergnügen.
  • Wählerisch beim Kabel: Nur mit High-End-Kabeln gibt es den vollen Speed.
  • Gewicht: Kein Leichtgewicht für die Hosentasche.

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