Tanker in Straße von Hormus beschossen

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Stand: 01.09.2026, 06:31 Uhr

Von: Christian Stör

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Ein Öltanker ist bei der Ausfahrt aus Hormus beschossen worden. Verletzt wurde niemand. Unklar bleibt, wer hinter dem Angriff steckt.

Maskat – Die Angst vor einer Eskalation im Iran-Krieg hält an. Nach den ersten neuen US-iranischen Angriffen seit Wochen ist britischen Angaben zufolge in der Straße von Hormus erneut ein Öltanker attackiert worden. Er sei während der Ausfahrt aus der Meerenge von „drei unbekannten Geschossen“ getroffen worden, teilte die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) mit.

Iranische Drohnen

Droht eine neue Eskalation im Iran-Krieg? (Archivbild) © Sepahnews/ZUMA Press Wire/dpa

Der Tanker habe den Beschuss beim Verlassen der vom Iran weitgehend blockierten Meerenge gemeldet, hieß es weiter. Der Vorfall ereignete sich den Angaben zufolge 31 Kilometer östlich der omanischen Küstenstadt Chasab. Verletzte oder Umweltschäden gab es demnach nicht. Wer für den Angriff verantwortlich war, blieb unklar.

Iran-Krieg: Erneut Tanker in Straße von Hormus angegriffen

Der Beschuss erfolgte, nachdem es in der Nacht zum Montag erstmals seit Ende Juli wieder zu gegenseitigen Angriffen zwischen dem Iran und den USA gekommen war. Das US-Militär attackierte dabei nach eigenen Angaben Einheiten der iranischen Revolutionsgarden, die Minen in der Straße von Hormus legen wollten. Der Iran feuerte daraufhin nach eigenen Angaben mit Raketen auf Stützpunkte des US-Militärs in Jordanien. Sie wurden jordanischen Angaben zufolge abgefangen. 

Bei dem US-Angriff am Sonntagabend seien Raketenwerfer auf der iranischen Insel Larak ins Visier genommen worden, teilte das US-Militärkommando Centcom mit. Laut iranischen Medien wurden dabei zwei Menschen getötet. Nach Angaben des US-Militärs sollten die Angriffe verhindern, dass der Iran weitere Seeminen in der Straße von Hormus deponiert.

Straße von Hormus bleibt einer der Hauptstreitpunkte im Iran-Krieg

Die Straße von Hormus ist im Iran-Krieg einer der Hauptstreitpunkte zwischen dem Mullah-Regime in Teheran und der Trump-Regierung in den USA. Die iranische Armee hält die für die Weltwirtschaft immens wichtige Meerenge de facto geschlossen und greift dort immer wieder Schiffe an. Laut US-Medienberichten eskortiert das US-Militär jedoch immer wieder erfolgreich Schiffe entlang der omanischen Küste durch die Passage zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman. Der bisher letzte US-Angriff auf Ziele im Iran war am 29. Juli erfolgt. (Quellen: dpa, AFP) (cs)

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