
Strava hat Garmin verklagt und fordert, dass der Hersteller den Verkauf seiner Fitness-Geräte einstellt. Im Kern geht es um zwei Patente, eines für Segmente und eines für Heatmaps. Der Streit dreht sich um Features, die schon seit über einem Jahrzehnt existieren. Strava behauptet, Garmin habe 2014 die Segment-Funktion kopiert und in seine Plattform integriert. Zwar schlossen beide Unternehmen 2015 eine Kooperationsvereinbarung, doch Strava wirft Garmin vor, diese überschritten zu haben.
Bei den Heatmaps wird es noch kurioser: Garmin hatte diese Funktion bereits Anfang 2013 eingeführt, also anderthalb Jahre, bevor Strava überhaupt ein Patent dafür anmeldete. Die Chancen stehen gut, dass dieses Patent vor Gericht keinen Bestand haben wird. Der Zeitpunkt der Klage überrascht: Warum geht Strava erst jetzt gegen Features vor, die seit 10 Jahren existieren? Ein möglicher Grund könnte Garmins neue Trails+ Funktion sein, die Teil des kostenpflichtigen Garmin Connect+ Angebots ist. Strava sieht darin wohl eine Konkurrenz zum eigenen Abo-Modell.
Für Nutzer soll sich erstmal nichts ändern. Strava betont, dass die Synchronisation zwischen Garmin-Geräten und der Strava-Plattform weiterlaufen soll. Allerdings riskiert Strava mit dieser Klage einiges: Garmin ist der wichtigste Partner und könnte theoretisch den API-Zugang kappen. Das würde viele zahlende Strava-Nutzer treffen.
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3 months ago
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