Wer aktuell seinen PC umrüsten möchte, wird sich schnell am Kopf kratzen: Vor allem Arbeitsspeicher und SSDs sind deutlich teurer geworden. Ich kann das selbst bestätigen, denn ich habe ja zum Jahresanfang meinen Gaming-PC von Grund auf neu aufgezogen. Der DDR5-RAM, den ich damals für ca. 240 Euro gekauft habe, wechselt mittlerweile in haargenau dem gleichen Kit für sage und schreibe 590 Euro den Besitzer. Das ist kein Einzelfall.
In den letzten Monaten ist DDR4-RAM teurer geworden, weil das Ende der Produktion naht – das Schema kennen wir von vorherigen Generationen. Doch auch DDR5-Arbeitsspeicher klettert aktuell unverhältnismäßig im Preis. Blickt man nur auf den Zeitraum von Mitte September bis Mitte Oktober 2025, dann haben sich die durchschnittlichen DDR5-RAM-Preise mehr als verdoppelt. Viele Kits, die man zuvor jederzeit bestellen konnte, sind sogar gar nicht mehr verfügbar.
Das alles könnt ihr auch bei dem Preisvergleich eurer Wahl gerne einmal im Verlauf nachvollziehen. Auswirkungen hat das auch auf kommende Veröffentlichungen. So haben viele Hersteller von Speicherkits eigentlich noch für 2025 angedachte Ankündigungen erstmal abgeblasen. Sie wollen beobachten, wie sich der Markt bis 2026 entwickelt (via Hardwareluxx).
Auch SSDs sind von den Preisanstiegen betroffen, wenn auch in geringerem Umfang. Die Ursache ist offenbar der KI-Boom. Der Bedarf von Datenzentren und Co. treibt die Nachfrage nach etwa schnellem LPDDR5X-RAM extrem in die Höhe. Hersteller von RAM haben bereits ihre Preise angehoben und auch Produktionskontingente verschoben. Das wirkt sich auf den gesamten Markt aus. Besserung dürfte erst einmal nicht in Sicht sein.
Viele Zulieferer, die Speicher herstellen, stellen je nach Bedarf DRAM oder NAND her, weswegen beide Bereiche von den Preissteigerungen betroffen sind. Indirekt soll sich das auch schon auf Grafikkarten ausgewirkt haben. Wegen der extremen Preise für GDDR7-VRAM soll Nvidia nämlich seine kommenden Grafikkarten der Reihe GeForce RTX 50 Super auf das 3. oder 4. Quartal 2026 verschoben haben.
Fazit für euch: Wollt ihr euren Rechner mit mehr RAM aufstocken, müsst ihr entweder viel Geduld beweisen oder wohl Preise zahlen, die Anfang des Jahres noch nicht vorstellbar gewesen sind.
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1 month ago
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