Smartphone-Markt 2026: Speicherknappheit treibt Preise und drückt Absatzzahlen

1 week ago 5


Wer darauf gehofft hat, dass Smartphones in naher Zukunft günstiger werden, dürfte enttäuscht werden. Die Analysten von Counterpoint Research haben ihre Glaskugel poliert und die Prognose für 2026 nach unten korrigiert. Man geht nun davon aus, dass die weltweiten Auslieferungen um 2,1 Prozent schrumpfen werden. Der Hauptgrund liegt in den steigenden Kosten für Speicher, die den Herstellern ordentlich in die Suppe spucken. Das wirkt sich direkt auf die Stücklisten aus, weshalb die ursprüngliche Vorhersage um 2,6 Prozentpunkte gesenkt wurde. Vor allem chinesische Anbieter wie Honor, Oppo und vivo dürften hier Federn lassen.

Am härtesten trifft es wohl das Einsteigersegment unter 200 US-Dollar (ca. 190 Euro). In diesem Bereich sind die Materialkosten seit Anfang des Jahres bereits um bis zu 30 Prozent geklettert. Aber auch in der Mittel- und Oberklasse müssen die Hersteller tiefer in die Tasche greifen, hier liegen die Steigerungen zwischen 10 und 15 Prozent. Laut den aktuellen Daten könnten die Speicherpreise bis zum zweiten Quartal 2026 nochmals um bis zu 40 Prozent anziehen, was die Produktionskosten weiter in die Höhe treibt. Da sich diese Preissteigerungen im günstigen Segment kaum an den Kunden weitergeben lassen, beginnen einige Hersteller bereits damit, ihr Portfolio auszudünnen und weniger Low-End-Geräte anzubieten.

Das Ergebnis ist wenig überraschend: Die durchschnittlichen Verkaufspreise werden steigen, erwartet wird ein Anstieg von 6,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Während Apple und Samsung aufgrund ihrer Größe und der besseren Integration wohl noch am glimpflichsten davonkommen, müssen andere Anbieter kreativ werden, um Marktanteile und Gewinnmargen zu balancieren. Das bedeutet konkret, dass wir wohl öfter technische Abstriche sehen werden. Um Kosten zu sparen, verbauen Hersteller teilweise einfachere Kameras, Displays oder Audio-Komponenten und setzen auf das Recycling älterer Bauteile. Gleichzeitig wird versucht, die Käufer durch das Design und Marketing eher zu den teureren Pro-Modellen zu drängen, bei denen die Margen noch stimmen.

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