rsync ist ein leistungsstarkes und vielseitiges Befehlszeilen-Tool zur Synchronisierung von Dateien und Verzeichnissen zwischen verschiedenen Computern oder innerhalb des gleichen Computers. Es ermöglicht durchaus eine effiziente Übertragung von Änderungen in Dateien, wodurch die Übertragungszeit und die Netzwerkbandbreite minimiert werden. Bereits vor vielen Jahren haben wir auf Werkzeuge hingewiesen, welche die Arbeit mit rsync vereinfachen sollen.
Zahlreiche Entwickler boten da in den vergangenen Jahren auch grafische Oberflächen für rsync an, allerdings sind viele auch auf der Strecke geblieben, d. h. sie werden nicht mehr aktualisiert (wie z. B. grsyncx) und / oder funktionieren nicht mehr. Ich habe in den vergangenen Jahren immer bei solchen GUI-Geschichten RsyncOSX empfohlen, möchte aber nun auf RsyncUI hinweisen.
Die Entwicklung von RsyncOSX begann im Jahr 2015 als privates Projekt des Entwicklers zum Erlernen von Swift. Im Jahr 2019 veröffentlichte Apple SwiftUI, ein Entwicklungsframework zur Erstellung von Benutzeroberflächen für iOS, iPadOS, watchOS, tvOS und macOS. SwiftUI wurde schnell sehr populär, sodass RsyncOSX neu gestaltet wurde. Heraus kam RsyncUI. Die Software wurde als Universal macOS Binary entwickelt, d. h. es läuft nativ auf Apple Silicon und Intel-basierten Macs. RsyncUI kann über Homebrew installiert werden, es gibt aber auch die klassische herunterladbare Datei zum Ausführen. Wer sich einlesen möchte, findet mittlerweile auch eine umfangreiche Dokumentation vor.
Schöne Sache, so eine GUI, allerdings kann man sich natürlich bei den immer gleichen Aufgaben auch einen Task im Terminal automatisieren. Hier findet ihr eine Liste einiger gängiger `rsync`-Optionen für macOS:
– `-a` (oder `–archive`): Überträgt Dateien und Verzeichnisse im Archivmodus und behält dabei ihre Eigenschaften wie Berechtigungen, Zeitstempel und rekursive Verzeichnisstruktur bei.
– `-v` (oder `–verbose`): Gibt ausführliche Informationen zu den übertragenen Dateien aus.
– `-r` (oder `–recursive`): Überträgt Verzeichnisse rekursiv, sodass alle Dateien und Unterverzeichnisse synchronisiert werden.
– `-z` (oder `–compress`): Komprimiert Dateien während der Übertragung, um die Netzwerkbandbreite zu schonen.
– `-P` (oder `–progress`): Zeigt den Fortschritt der Dateiübertragung an, einschließlich Geschwindigkeit und geschätzter verbleibender Zeit.
– `–delete` : Löscht Dateien im Zielverzeichnis, die nicht im Quellverzeichnis vorhanden sind. Dies kann verwendet werden, um das Zielverzeichnis vollständig mit dem Quellverzeichnis abzugleichen.
– `–exclude` : Schließt bestimmte Dateien oder Verzeichnisse von der Übertragung aus, basierend auf Mustern oder Pfaden.
– `–dry-run` : Führt eine Simulation der Übertragung durch und gibt an, welche Dateien übertragen würden, ohne sie tatsächlich zu übertragen.
– `-h` (oder `–human-readable`): Gibt die Dateigrößen in einem menschenlesbaren Format aus, z. B. mit Einheiten wie KB, MB, GB.
Diese Optionen sind nur eine Auswahl und es gibt noch viele weitere Optionen für spezifische Anwendungen und Anforderungen. Um eine vollständige Liste aller Optionen anzuzeigen, könnt ihr den Befehl `man rsync` in eurem Terminal ausführen, um die `rsync`-Handbuchseite anzuzeigen.
Alternativen gibt es natürlich ohne Ende und viele werden da die eigenen Favoriten haben. Manche nutzen reine Scripts, andere lieber Oberflächen. Es gibt da echt viel auf dem Markt für Backup und Synchronisation von Daten – und in den letzten Jahren haben wir da vermutlich schon vieles, was nützlich ist, vorgestellt. Robocopy, Unison, Duplicati, Kopia, rclone, Vanderplanki, Smart Backup, Syncthing, Resilio Sync und und und…
Update: Dieser Beitrag erschien zuerst 2023. Er wurde am 30. Mai 2025 aktualisiert, um auf dem aktuellen Stand zu sein.
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7 months ago
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