Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV): Nutzen laut Studie deutlich größer als die Kosten

7 months ago 7

Laut einer Untersuchung der Deutschen Bahn (DB) sei der Nutzen des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) dreimal so hoch wie seine Kosten. Denn es entstehe eine Wertschöpfung von rund 75 Mrd. Euro alleine durch Busse und Bahnen. So mache sich jeder investierte Euro also dreimal bezahlt. Es sei also bei Diskussionen um den ÖPNV generell nicht zielführend, immer nur auf die reinen Betriebskosten zu blicken.

Die Deutsche Bahn bezieht sich da auf eine Berechnung des Zukunftsclusters MCube unter Leitung der TU München im Auftrag der DB-Initiative „Zukunft Nahverkehr“. Zwar koste der Betrieb von Bussen, Straßenbahnen, U-Bahnen und Regionalverkehrszügen bundesweit jedes Jahr 25 Milliarden Euro, doch es entstehe eben dafür die erwähnte Wertschöpfung von 75 Mrd. Euro. Der ÖPNV sei demnach auch ein Wirtschaftstreiber.

So stärke der ÖPNV laut der Studie beispielsweise den Einzelhandel und den Tourismus. Überdies entlaste er Pendler und schaffe günstigere Bedingungen für den Arbeitsmarkt. Viele Menschen könnte ohne den ÖPNV etwa ihren Arbeitsplatz nicht kosten- und zeiteffizient erreichen. Zudem spare er Kosten ein, die sonst der Volkswirtschaft entstünden – etwa durch Verkehrsunfälle, Lärm und Luftverschmutzung. Ein wichtiger Teil der Wertschöpfung findet sich auch im Umfeld des ÖPNVs, z. B. bei Fahrzeugherstellern oder Reinigungsdiensten.

Würde die heutige Verkehrsleistung des ÖPNV vollständig auf den motorisierten Individualverkehr (MIV) verlagert, entstünden jährlich rund neun Milliarden zusätzliche Kosten, so das Ergebnis der Studie. Wer sich den gesamten Bericht zu Gemüte führen möchte, kann die Ergebnisse im Übrigen auch hier finden. Bedenken sollte man natürlich, dass die Deutsche Bahn mit dieser Studie auch Eigenwerbung betreibt. Vermutlich kann man einige Aspekte daher auch mit etwas Skepsis betrachten.

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