
NVIDIA hat seinen GeForce-NOW-Service ordentlich aufgebessert. Mit dem Launch der RTX-5080-Server gibt es seit Kurzem mehr Grafikpower, einen 360-Hz-Modus für kompetitive Monitore, ein 90-Hz-Update für die Steam-Deck-App und das neue Install-to-Play-Feature, das tausende weitere Spiele für die Cloud eröffnet. Klingt nach ordentlich nützlichen Sachen. Ich habe das Ganze mal ausprobiert.
Power satt – aber noch kaum spürbar
Generell kann man ja sagen, dass schon das Erlebnis mit der virtuellen GeForce RTX 4080 auf GFN ausreichend war, um alles zu spielen, was der Markt so hergibt. Man hatte auch bei ambitionierten Titeln fast nie das Gefühl, dass es mehr Power sein müsste. Aber: Mehr Leistung ist logischerweise immer willkommen. Haben ist besser als brauchen oder welche Sprüche sich hier auch immer reinbasteln lassen.

In Tests mit einigen Spielen wie Cyberpunk 2077 und Assassin’s Creed Shadows legt der neue RTX-5080-Server bei 4K-Auflösung fast immer 20 – 30 % Leistung gegenüber dem alten RTX-4080-Backend drauf. Das reicht, um neue Triple-A-Titel auf (fast) maximalen Einstellungen sauber zu spielen. Das trifft logischerweise auch nur dann zu, wenn man die Tricks von Nvidia nutzt. Dazu gehören etwa DLSS 4, das im Bereich der Bildgenerierung abermals zugelegt hat.
Die Framerate gewinnt spürbar, das Bild bleibt scharf, und DLSS Frame Generation, Reflex und das Upscaling machen fast immer einen guten Job. Raytracing gehört natürlich auch dazu. Wenn man den Overdrive-Modus von Cyberpunk 2077 oder andere Titel mit Pathtracing spielt, kommt man aber um DLSS schon gar nicht mehr drumherum. Ein kleines Problem gibt es mit DLSS 4, das man jedoch nicht immer bemerkt: Gerade bei den schnellen Spielen wirkt die künstliche Bildgenerierung meist etwas künstlich und die Bewegungen wirken eigenartig. Auch mit Reflex hat man gelegentlich das Gefühl, dass es Latenzschwankungen gibt. Nimmt man die Internetleitung dazu, die auch nicht immer stabil sein muss, nimmt das Gefühl zu.
Es gibt eine weitere Herausforderung. Das Upgrade gilt bislang nur für eine kleine Auswahl von Spielen. In den Menüs ist dabei zudem oft nicht erkennbar, ob ein Spiel schon auf RTX 5080 läuft oder doch noch auf 4080-Servern.
360-Hz-Modus und 90 Hz auf dem Steam Deck + endlich auch 5K-Streaming
Im Highend-Segment geht Nvidia jetzt auf eSports-Gamer zu. Overwatch 2 läuft zum Beispiel im 360-Hz-Modus. Leider kann ich das aus Ermangelung eines entsprechenden Monitors nicht testen. Selbiges gilt für das 90-Hz-Update für die Steam Deck-App.

Das Streamen in 5K-Auflösung ist nun endlich auch möglich und das mit bis zu 120 Hz. Lief in meinem Test einwandfrei.
Install-to-Play: Noch mehr Auswahl

Mit Install-to-Play wird GeForce Now noch offener. Eigentlich kann man jetzt fast alles zocken, was unter Steam Cloud Play freigegeben ist – einfach im GFN-Steam installieren, los geht’s. Das klappte in meinem Test mit Knights of the Old Republic sehr gut. Das ist aber auch das einzige Spiel in meiner Mediathek mit dem Feature gewesen. Die Installation war in knapp 2 Minuten erledigt. Das ist top, auch wenn man beim Beenden oft neu installieren muss oder Persistent Storage extra bezahlt.
Im Praxistest machte GFN generell keine Sperenzchen. Die App lief nach anfänglichen Schwierigkeiten wie geschmiert und ich hatte nur ein paar gelegentliche Abstürze.
Fazit
Nvidia macht mit RTX 5080 und Install-to-Play das meiner Meinung nach beste Cloud-Gaming-Angebot noch besser, vor allem für Power-User, für Technikfans und für eSportler mit schnellem Internet. In Sachen Grafikpower und Latenz funktionierte das bei Nvidia zumindest in meiner Erfahrung aber ohnehin schon sauber.
Bis alle Features flächendeckend und bugfrei laufen, wird’s aber leider noch dauern. Die Auswahl an unterstützten Top-Games wächst langsam, viele klassische Cloud-Probleme (Artefakte, Latenzen bei hohen Frame-Geschwindigkeiten, Login-Problemchen) sind besser geworden, aber immer noch nicht weg.
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2 months ago
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