Europäische Hersteller wollen offene Alternative zu Google Play Integrity realisieren

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Die Remscheider Volla Systeme GmbH hat eine Initiative gestartet, um die Abhängigkeit von Google bei Sicherheitsüberprüfungen auf Android-Geräten zu verringern. Zusammen mit anderen europäischen Herstellern alternativer Betriebssysteme arbeitet man an einer Lösung namens UnifiedAttestation. Das Ziel ist eine offene Alternative zu Google Play Integrity. Bisher stehen Nutzer von Google-freien Smartphones oft vor dem Problem, dass Banking-Apps oder digitale Identitätsnachweise den Dienst verweigern, da die erforderliche Sicherheitszertifizierung exklusiv an Googles eigenes Android und dessen Dienste gekoppelt ist.

Das neue Konsortium, zu dem neben Volla auch Vertreter von Murena, Iodé und Apostrophy gehören, traf sich erstmals am 13. Februar. Auch die UBports-Stiftung und ein asiatischer Hersteller haben Interesse signalisiert. Man möchte das Sicherheitsparadox auflösen, dass ausgerechnet jener Konzern die Vertrauenswürdigkeit prüft, dessen Ökosystem man eigentlich meiden will. UnifiedAttestation setzt technisch auf eine modulare Architektur. Diese besteht aus einem integrierbaren Betriebssystem-Dienst, einem dezentralen Validierungs-Server und einer offenen Test-Suite.

Statt einer zentralen Instanz sollen sich die Konsortialmitglieder im Rahmen eines Peer-Review-Verfahrens gegenseitig zertifizieren und die Geräte der Konkurrenz prüfen. Die Software wird unter der freien „Apache 2.0“-Lizenz veröffentlicht, was auch den Einsatz in kommerziellen Produkten ermöglicht. Langfristig strebt man eine Ansiedlung unter dem Dach der Eclipse Foundation an und führt bereits Gespräche mit Entwicklern von Behörden-Apps, um das Verfahren in der Praxis zu etablieren.

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