Microsoft Copilot soll jeden Windows-PC zu einer KI-Maschine machen

2 months ago 4

Microsoft will am liebsten jeden Windows-Rechner zu einem KI-PC machen. Was das Unternehmen sich darunter vorstellt, hat man in einer frischen Mitteilung verraten. Eine zentrale Rolle spielt dabei natürlich das hauseigene Tool Copilot, welches um neue Funktionen erweitert wird. Vor allem die sprachliche Interaktion soll dabei stärker ins Zentrum rücken.

Für Microsoft basiert ein KI-PC auf drei Säulen: 1. Ihr solltet mit dem Gerät natürlich per Text und Sprache interagieren können. 2. Ein KI-PC sollte das Gleiche sehen wie ihr, um passend reagieren zu können. 3. Ein KI-PC sollte für euch handeln können, um Aufgaben zu erledigen. All das will man in Windows 11 zusehends ausbauen. Herzstücke sollen dabei auch Copilot Voice und Copilot Vision werden, um die Sprachsteuerung über das neue Wakeword „Hey Copilot“ zu ermöglichen und (mit eurer Zustimmung) zu analysieren, was auf eurem Bildschirm vorgeht und entsprechend zu unterstützen.

Microsoft erwähnt hier, dass man das Wakeword in den Einstellungen der Copilot-App aktivieren kann, um anschließend per Sprache mit Copilot unter Windows zu kommunizieren – Voraussetzung ist natürlich, dass ihr über ein Mikrofon verfügt. Wollt ihr ein Gespräch beenden, verabschiedet ihr euch oder beendet den Dialog durch Klick auf „X“. Zudem endet die Konversation automatisch, wenn eine Weile Schweigen herrscht. Signalisiert wird das Gesprächsende durch ein kurzes Läuten.

Dazu kommt eben Copilot Vision, was laut Microsoft jetzt weltweit unter Windows an den Start geht. Darüber könnt ihr einzelne Apps oder den gesamten Desktop mit Copilot zur Analyse teilen. Beispielsweise könnte Copilot auf diese Weise eure aktuelle Excel-Tabelle betrachten und euch Tipps zur Formatierung geben. Oder Copilot kann für euch eine PowerPoint-Präsentation evaluieren, ohne dass ihr manuell durch alle Slides klicken müsstet.

Bald könnt ihr zudem mit Copilot Vision auch über Texteingaben arbeiten. Bislang konnte man dieses Feature nämlich nur sprachgestützt verwenden.

Copilot: Das kommt auf Windows Insider zu

Speziell für Windows Insider hievt man experimentelle Funktionen in Copilot. Etwa überarbeitet man die Integration in die Taskbar. Nur ein Klick soll ausreichen, um darüber Copilot Voice und Vision zu aktivieren. Dazu will man Windows Insidern über die Copilot Labs einen experimentellen Modus für die Copilot Actions anbieten. Der kann dann nicht nur Aktionen im Web vornehmen, sondern auch direkt mit lokalen Dateien und Apps arbeiten. Ihr könnt aber jederzeit eingreifen oder das Ruder übernehmen. Laut Microsoft will man da zunächst mit einem eingeschränkten Funktionsumfang beginnen und das Ganze nach und nach ausbauen.

Hoffnungen setzt man da auch in die Connectors, also Verbindungen zu Diensten wie OneDrive, Outlook, Google Drive, Gmail, Google Kalender und den Google Kontakten. Damit das klappt, müsst ihr ein Opt-in durchführen. Beispielsweise könnt ihr Copilot dann bitten für euch Termine herauszusuchen oder anzulegen, etc. Oder Copilot kann für euch etwa einen Text als Word-Datei exportieren und mehr. Wie schon vorab angedeutet, kann Copilot zudem jetzt auf die Windows-Einstellungen zugreifen.

Für Windows Insider mit Copilot+-PCs integriert man zudem Zoom mit Click to Do. An Gaming-Geräten wie dem Asus ROG Xbox Ally soll außerdem der Gaming Copilot Hilfestellungen geben. Er ist per Tastendruck aufrufbar und kann bei laufenden Spielen etwa Tipps heraussuchen.

Muss man natürlich abwarten, wann das Ganze abseits der Insider und international wirklich startet. Typischerweise dauert das immer einige Monate.

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