
Der Verbraucherzentrale Bundesverband geht rechtlich gegen Lidl aufgrund der Lidl-Plus-App vor und hat beim Oberlandesgericht Stuttgart eine Unterlassungsklage eingereicht. Im Fokus steht dabei der Umgang mit Kundendaten im Gegenzug für Rabatte. Der Discounter sieht sich dem Vorwurf ausgesetzt, seine Nutzer nicht ausreichend über die Verwendung ihrer persönlichen Daten zu informieren.
Die Verbraucherschützer kritisieren besonders die mangelnde Transparenz bei der Datenerhebung. Weder bei der Anmeldung noch in den Nutzungsbedingungen werde deutlich kommuniziert, dass Kunden ihre Daten als Gegenleistung für Preisnachlässe zur Verfügung stellen. Das Verfahren könnte wegweisend sein, da die rechtlichen Rahmenbedingungen für digitale Bonusprogramme dieser Art bislang nicht eindeutig definiert sind.
Parallel läuft bereits eine weitere juristische Auseinandersetzung vor dem Landgericht Heilbronn. Hier moniert die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg die Werbepraxis von Lidl. Der Discounter bewerbe App-Rabatte, ohne die regulären Preise für Kunden ohne App anzugeben.
Die Lidl-Plus-App erfreut sich trotz der rechtlichen Kontroversen großer Beliebtheit. Nach Unternehmensangaben nutzen mehr als 100 Millionen Kunden die digitale Anwendung.
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9 months ago
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