Der dänische Spielzeughersteller Lego intensiviert seine Aktivitäten im Bereich der Videospielentwicklung. Nach Jahren der Auslagerung dieser Sparte plant das Unternehmen laut Financial Times nun den Aufbau eigener Entwicklungskapazitäten. Diese strategische Neuausrichtung erfolgt in einer Phase des Wachstums: Seit 2019 konnte Lego seinen Umsatz auf 10,1 Milliarden Dollar verdoppeln.
Die Entscheidung markiert demnach eine Abkehr von der bisherigen Strategie. Vor etwa zwanzig Jahren, nach einer Phase drohender Insolvenz, hatte Lego verschiedene Geschäftsbereiche wie Freizeitparks und Videospielentwicklung ausgelagert. Nun kehrt das Unternehmen wohl zu einer stärkeren Integration dieser Aktivitäten zurück.
Lego verzeichnete bereits beachtliche Erfolge mit extern entwickelten Videospielen. Die Kooperation mit dem Spiel Fortnite erreichte 87 Millionen Spieler. Um die digitale Transformation voranzutreiben, investierte das Unternehmen mehrere hundert Millionen Dollar in die Verdreifachung seiner Software-Entwickler seit 2022.
Die wirtschaftlichen Kennzahlen unterstreichen den Erfolg des Unternehmens. Der Umsatz stieg im vergangenen Jahr um 13 Prozent auf 74 Milliarden Dänische Kronen (10,1 Milliarden Dollar). Der operative Gewinn erhöhte sich um 10 Prozent auf 18,7 Milliarden Kronen (2,7 Milliarden Dollar). Damit übertrifft Lego die Entwicklung seiner amerikanischen Konkurrenten Mattel und Hasbro deutlich.
Trotz der zunehmenden Digitalisierung der Spielewelt bleibt Lego seinem Kerngeschäft treu. Das Unternehmen verbindet physische Produkte mit digitalen Erlebnissen, wie die Entwicklung von Lego-Sets basierend auf Videospielen wie Super Mario und Sonic the Hedgehog zeigt.
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10 months ago
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