Resident Evil Requiem im Test: Horror- und Grafik-Feuerwerk

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In der letzten Woche ist „Resident Evil Requiem“ für sowohl aktuelle Konsolen als auch den PC erschienen. Ich konnte mittlerweile einen Blick in Capcoms neues Horror-Abenteuer werfen. Dabei sind sowohl die spielerische als auch die technische Umsetzung endlich mal wieder besonders spannend. Allerdings benötigt die PC-Version durchaus noch ein paar Optimierungen.

Hätte ich vorher geahnt, dass „Resident Evil Requiem“ PSSR 2.0 nutzen würde, hätte ich mir wohl die Version für die PlayStation 5 Pro genauer angeschaut. Allerdings ist die PC-Fassung dafür mit Pathtracing gesegnet, was auch sehr interessant anmutet. Dabei bricht das neue Game auch in gewisser Weise mit den beiden direkten Vorgängern, da es zwar möglich ist, in der Ego-Perspektive zu zocken, sich die Third-Person-Ansicht aber eher empfiehlt.

In Sachen Story verkörpert ihr zwei sehr unterschiedliche Protagonisten. So kehrt einerseits der Fanliebling Leon S. Kennedy zurück, auch der Hauptcharakter von „Resident Evil 2“ und „Resident Evil 4„. Neben dem abgebrühten Ex-Polizisten spielt man aber auch noch die in Waffengewalt ungeübte Grace Ashcroft. Durch die beiden sehr unterschiedlichen Charaktere ergeben sich in den jeweiligen Abschnitten auch abweichende, spielerische Herausforderungen. Während ihr als Leon deutlich actionlastiger vorgeht, müsst ihr als Grace in der Regel direkten Bedrohungen bevorzugt aus dem Weg gehen.

Mein Test-System:

  • CPU: AMD Ryzen 7 9800X3D
  • CPU-Kühler: Noctua NH-D15 G2
  • Motherboard: MSI Tomahawk Wi-Fi AMD X670E
  • RAM: 64 GByte G.Skill Trident Z5 Neo RGB DDR5-6000 CL30
  • Grafikkarte: Nvidia GeForce RTX 5080
  • SSD: Kingston Fury Renegade 2 TByte + WD_Black SN850 1 TByte
  • Externer Zusatzspeicher: SanDisk Extreme Portable SSD mit 8 TByte
  • Netzteil: be quiet! Power Zone 2 (1.000 Watt)
  • Tower: be quiet! Dark Base Pro 901 (White)

Resident Evil™ Requiem - [Nintendo Switch 2]

Resident Evil™ Requiem - [Nintendo Switch 2]

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Pathracing kostet mächtig Leistung

„Resident Evil Requiem“ unterstützt auch DLSS 4.5, via Aktivierung über die Nvidia-App, und Multi-Frame-Generation. Auf die künstlich generierten Frames verzichte ich derzeit lieber, wenn es mir möglich ist, denn sie ergeben im Grunde ohnehin erst Sinn, wenn man mindestens 60 fps verbuchen kann. DLSS im Modus „Quality“ ist wiederum in aktuellen Titeln selbst in Verbindung mit meinem leistungsfähigen Rechner kaum mehr wegzudenken, wenn ich maximale Einstellungen und eine hohe Bildrate wünsche – so auch bei Capcoms Horror-Game.

Pathtracing ist dabei optional und zieht nochmal deutlich mehr Leistung als das „einfache“ Ray-Tracing. Im Falle von Ray-Tracing könnt ihr dabei am PC aus den Qualitätsoptionen „Normal“ und „Hoch“ wählen, die allerdings kaum Unterschiede zeigen. Generell ist Ray-Tracing aber zu empfehlen, denn es gibt nicht nur mehr Reflexionen zu sehen, sie sind auch wesentlich stabiler. Zudem kommt die gesamte Beleuchtung viel stimmungsvoller und dynamischer rüber, was gerade bei so einem Titel, der viel mit Licht und Schatten spielt, enorme Wirkung entfaltet.

Pathtracing bietet dann eine nochmals realistischere und filigranere Beleuchtung, zwingt aber selbst mächtige Grafikkarten in die Knie. Wer in 4K mit 60 fps spielen will, wird um DLSS keinesfalls herumkommen und bei Pathtracing muss man schon mit DLSS Performance hantieren. Das Ergebnis kann sich dann aber absolut sehen lassen, zumal Charaktere und Umgebungen sehr detailliert ausfallen, Lediglich bei den Animationen könnte Capcom einen Sprung hinlegen, denn da sind andere Games, wie die Sony-First-Party-Titel, doch etwas weiter.

„Resident Evil Requiem“: Innen ist nicht gleich außen

Generell mischt Capcom in „Resident Evil Requiem“ größere Außenbereiche, die als Hub agieren, mit klassischen, beengten Innenlevels. Und da gibt es dann auch herbe Unterschiede bei der visuellen Qualität. Während die Innenbereiche State of the Art sind, ergeben die Außenareale ein eher gemischtes Bild. Diese wirken ein wenig steril. Zumal auch die Performance in Innenräumen besser ist – da bekommt ihr also mehr Grafikpracht, die auch noch besser läuft.

Doch wie ist eigentlich das Spiel? „Resident Evil Requiem“ findet eine sehr gute Balance aus den Action- und Horror-Elementen vergangener Titel, indem man diese quasi auf zwei verschiedene Protagonisten aufteilt. Das mag etwas plump sein, lockert das Spiel aber gut auf. In gewisser Weise erinnern die Abschnitte mit Grace deswegen eher an die beiden direkten Vorgänger, „Resident Evil 7“ und „Resident Evil Village“, während sich die Kapitel mit Leon wie die logische Fortführung von „Resident Evil 4“ anfühlen. Sollte euch das zusagen, könnt ihr diese Mischung noch verstärken, indem ihr z. B. mit Grace nur im First-Person- und mit Leon nur im Third-Person-Modus spielt.

Was einem mehr zusagt, ist Geschmackssache. Da „Resident Evil 4“ mein Lieblingsteil der Reihe ist, haben mir die Abschnitte mit Leon noch etwas besser gefallen. Auch den Zombies verpasst man dabei einen neuen Dreh, da sie Teile ihrer alten Identität behalten. Deswegen können einige von ihnen sogar plump mit Waffen hantieren. Spannung baut Capcom auch dadurch auf, dass einige niedergestreckte Untote abermals in aggressiverer Form wiederauferstehen können. Gerade als Grace muss man sich daher arg in Acht nehmen.

Auch Crafting spielt dabei eine Rolle, denn als FBI-Wissenschaftlerin kann Grace das Blut von Infizierten nutzen, um spezielle Spitzen herzustellen, die jedem Zombie sofort den endgültigen Tod ohne Wiederkehr bescheren. Schafft ihr es, damit einen Gegner schleichend zu erwischen, spart ihr jede Menge Munition. Coole Idee: Grace und Leon treffen anfangs nicht aufeinander, bewegen sich aber durch dieselben Abschnitte. So gilt es manchmal abzuwägen, ob ihr mit einer der Figuren wirklich restlos alles einsackt oder lieber etwas für euren späteren Weg mit dem anderen Charakter liegenlasst.

Schleichen oder ballern?

Ich selbst bin dabei eher der Ballefritze als der Leisetreter, sodass ich bei den Abschnitten von Grace eher ungeduldig geworden bin, während ich als Leon gerne im Zombie-Chaos wagemutige Experimente gewagt habe. Denn ihr könnt auch zu Boden gefallene Waffen von Gegnern oft für einzelne Angriffe verwenden. Obendrein verfügt Leon über eine treue Axt, um Zombies auszuschalten. Allerdings muss diese regelmäßig geschärft werden, bevor sie nichts mehr ausrichtet. Zumal ihr mit der Axt auch Angriffe parieren könnt, was oft lebensrettend wirkt.

Dabei geht es in „Resident Evil Requiem“ nicht nur ums Schießen und Schleichen, denn es gibt auch immer mal wieder Rätsel. Diese sind jedoch meist extrem simpel gehalten, sodass sie zwar kleine Auflockerungen darstellen, aber niemand ernsthaft Hirnschmalz abfordern. Das ist aber fast schon Serientradition, denn schon immer waren die Puzzles in den Spielen der Reihe entweder haarsträubend absurd oder kinderleicht – manchmal auch beides.

Mein Fazit

„Resident Evil Requiem“ präsentiert fast schon zwei Spiele in einem. Die Abschnitte mit Grace sind waschechter Survival-Horror, während es mit Leon deutlich actionlastiger zugeht. Bleibt zu hoffen, dass euch beide Gameplay-Erlebnisse gefallen. Ich habe deutlicher zu Leon tendiert, weiß aber auch die langsameren, gruseligeren Kapitel mit Grace zu schätzen. Zumal in Sachen Story viel Nostalgie mit im Spiel ist – auf fast alle vorherigen Serienteile gibt es in irgendeiner Form Verweise.

Auch technisch erweist sich „Resident Evil Requiem“ als äußerst beeindruckend, könnte am PC aber noch etwas Optimierung vertragen, denn in den Außenarealen erfüllt die Performance nicht immer die Erwartungen. Zudem sind Zombies zwar klassisch für diese Reihe, etwas mehr Vielfalt hätte es bei den Gegnern aber gerne sein dürfen.

Das alles ist jedoch schon wieder Meckern auf hohem Niveau. „Resident Evil Requiem“ führt das Franchise zwar nicht zu neuen Ufern, demonstriert aber konsequent gewohnte Stärken und ist damit für Fans ein bedenkenloser Kauftipp.

Resident Evil™ Requiem - [Playstation 5]

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