Konsumklima in Deutschland: Schlechte Aussichten für 2026

2 months ago 8

Die GfK ermittelt regelmäßig das Konsumklima in Deutschland. Da fließen Aspekte wie die Anschaffungsneigung, die Sparneigung und die Einkommensaussichten ein. Ausgerechnet zum Jahresende, also zu Weihnachten und Silvester, die man eigentlich gerne mit Geschenken und gutem Essen feiert, ergibt sich eine besonders negative Verbraucherstimmung.

Der Konsumklima-Indikator für den Januar 2026 sinkt daher auf -26,0 Punkte, was einem deutlichen Rückgang um 3,5 Zähler entspricht. Dabei spielen verschiedene Aspekte eine Rolle. So ist etwa die Sparneigung auf einen Wert von 18,7 Punkten geklettert, das entspricht einem Anstieg um volle fünf Zähler. Zuletzt wurde nur während der Finanz- und Wirtschaftskrise im Juni 2008 mit 21,4 Punkten ein noch höherer Wert gemessen. Die Menschen haben also Angst vor schlechteren Zeiten bzw. legen sich Geld zurück.

Die GfK spekuliert, dies könnte an erneut zunehmenden Ängsten vor der Inflation sowie den kontroversen, politischen Diskussionen um die Renten in Deutschland gelegen haben. Während die Sparneigung steigt, sinkt hingegen der Einkommensindikator auf -6,9 Punkte. Die Verbraucher befürchten also reale Kaufkraftverluste. Konsequent ist da, dass auch die Anschaffungsneigung gesunken ist, nämlich auf -7,5 Punkte. Käufe werden also tendenziell eher aufgeschoben oder sogar komplett gestrichen.

Blickt man wiederum auf den Konjunkturindikator, der widerspiegeln soll, was die Befragten so allgemein für die dt. Wirtschaft im nächsten Jahr erwarten, dann ist dieser mit +0,9 Punkten nur leicht positiv. Die Befragten rechnen also für das kommende Jahr 2026 bestenfalls mit einer leichten Erholung der deutschen Gesamtwirtschaft.

Zu beachten ist jedoch generell, dass die GfK der Untersuchung des Konsumklimas in erster Linie eine Meinungsumfrage zugrundelegt. Wissenschaftlich stichhaltige Angaben sind das also keinesfalls. Deswegen betont man auch, dass die Indikatoren letzten Endes aktuelle „Stimmungen“ widerspiegeln. Die können bekanntermaßen stark schwanken und decken sich auch nicht zwangsweise mit dem tatsächlichen Verhalten.

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