Klage: Microsoft soll KI-Preise bei OpenAI künstlich hochgetrieben haben

4 months ago 7

Microsoft soll bei seinem Partner OpenAI die Preise für künstliche Intelligenz (KI) absichtlich in die Höhe getrieben haben. Das ist zumindest der Vorwurf in einer Sammelklage, die in den USA bzw. spezifischer San Francisco eingereicht worden ist. Die Kläger werfen Microsoft deswegen Verstöße gegen das Kartellrecht vor und fordern Schadensersatz.

Wie soll das Ganze abgelaufen sein? Mutmaßlich hatten Microsoft und OpenAI einen speziellen bzw. exklusiven Cloud-Computing-Vertrag abgeschlossen, der dann wiederum die Rechenressourcen zum Betrieb von ChatGPT gezielt beschränkte. Die Klage richtet sich direkt, aber nur gegen Microsoft. Die Redmonder prüfen offenbar aktuell die Klageschrift und haben sich noch nicht weiterführend geäußert.

Microsoft soll jedenfalls die Beschränkung bei der Bereitstellung der Ressourcen genutzt haben, um OpenAI gewissermaßen in der Hand zu haben. Gleichzeitig konnte man dann aufgrund der engen Partnerschaft und Investitionsvereinbarungen die Techniken von OpenAI nutzen, um mit Copilot eine Konkurrenz für ChatGPT zu entwickeln.

Die Klage wirft Microsoft vor (via Reuters), gegen Kartellrecht verstoßen zu haben. Das Unternehmen habe sich früh Einfluss auf OpenAI gesichert und dessen Weiterentwicklung mit seiner Macht einerseits zwar gefördert, andererseits aber beschränkt. Leidtragende seien die Kunden gewesen, die künstlich hochgetriebene Preise für KI-Abos zahlen mussten. Deswegen fordert man in der Klage nicht nur eine komplette Einstellung dieser Geschäftspraktiken, sondern auch Schadensersatz für seit November 2022 gezahlte, überhöhte Preise für die KI-Abos von OpenAI.

Inzwischen hat Microsoft allerdings die vage erwähnten Einschränkungen der Rechenressourcen wohl mindestens zum Teil aufgehoben, denn OpenAI nutzt auch Rechenleistung von Google, sodass man sich wohl keinen Sinn mehr davon versprochen hat. OpenAI hat sich zudem nicht nur durch die Kooperation mit Google, sondern auch weitere Partnerschaften mit Oracle und Samsung unabhängiger von Microsoft gemacht.

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