
Kia hat die Automesse in Brüssel genutzt, um mit dem EV2 das Portfolio nach unten abzurunden. Das vollelektrische SUV im B-Segment sortiert sich unterhalb des EV3 ein und soll den Einstieg in die Elektromobilität der Marke markieren.

Mit einer Länge von 4,06 Metern ist das Fahrzeug noch recht kompakt gehalten, übernimmt aber optisch die Kanten und das Lichtdesign der größeren Modelle wie dem EV9. Produziert wird der Wagen im slowakischen Werk, wobei der Startschuss für die Versionen mit Standardbatterie bereits im Februar fallen soll. Varianten mit großem Akku und die GT-Line folgen dann im Juni.

Im Innenraum setzt der Hersteller auf das bekannte Layout mit einem Panoramadisplay, das Kombiinstrument und Infotainment auf jeweils 12,3 Zoll (ca. 31 cm) vereint. Interessant ist hier die Software: Es kommt eine „Lite“-Version des ccNC-Systems zum Einsatz.

Das bedeutet im Klartext, dass keine Offline-Navigation auf einer Festplatte installiert ist. Da sich Smartphones aber kabellos via Apple CarPlay und Android Auto einbinden lassen, dürfte das für die meisten Anwender im Alltag verschmerzbar sein. Updates „Over-the-Air“ sind weiterhin möglich.

Bei der Raumnutzung bietet der EV2 eine gewisse Flexibilität. Neben dem klassischen Fünfsitzer wird eine viersitzige Variante angeboten, deren Rücksitze sich verschieben lassen. Das Kofferraumvolumen variiert dadurch. Der Viersitzer schluckt bis zu 403 Liter, beim Fünfsitzer sind es 362 Liter. Unter der Fronthaube findet sich zudem ein kleiner Frunk mit 15 Litern Volumen, der zumindest Platz für das Ladekabel bietet.

Technisch basiert das Fahrzeug auf der 400-Volt-Version der E-GMP-Plattform. Käufer haben die Wahl zwischen einem Akku mit 42,2 kWh für bis zu 317 Kilometer Reichweite und einer 61,0-kWh-Batterie, die laut WLTP bis zu 448 Kilometer schaffen soll. Am Schnelllader dauert die Füllung von 10 auf 80 Prozent rund 30 Minuten. Ein technisches Detail dürfte für Laternenparker spannend sein: Kia bietet für den EV2 optional erstmals einen 22-kW-Onboard-Charger an. Auch V2L, also das Betreiben externer 230-Volt-Geräte am Fahrzeug, ist möglich.

An Assistenzsystemen packt Kia vieles rein, was man aus höheren Klassen kennt, darunter den Autobahnassistenten 2.0 oder das ferngesteuerte Parken per Schlüssel. Preise wurden noch nicht kommuniziert, diese werden wohl kurz vor der Markteinführung nachgereicht.
Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf gelangt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

1 day ago
2


