KI-Tools zur Brustkrebserkennung bleiben hinter den Erwartungen von Radiologen zurück

1 week ago 11

KI-Tools zur Brustkrebserkennung bleiben hinter den Erwartungen zurück. Das zeigt eine Umfrage in Clinical Imaging unter 215 Mitgliedern der Society of Breast Imaging. Rund die Hälfte nutzt bereits FDA-zugelassene KI-Tools, elf Prozent planen den Einsatz. Laut dem Forschungsteam um Erstautorin Joud Almogati (UC San Diego Health) betrachten nur wenige den KI-Beitrag als entscheidend.

Die Tools wirken, aber weniger als erhofft: 35 Prozent der Nutzer berichten von sinkenden Rückrufraten (erwartet: 59 Prozent), neun Prozent von weniger unnötigen Biopsien (erwartet: 36 Prozent), 29 Prozent von weniger Burnout (erwartet: 56 Prozent). Die meisten sehen KI am ehesten als zweite Meinung. Kosten und fehlende institutionelle Unterstützung bleiben die größten Hürden.

Dass die Erwartungen so hoch sind, hat sich die KI-Branche womöglich selbst zuzuschreiben. Schon vor zehn Jahren sagten renommierte KI-Forscher voraus, dass Radiologen bald ihre Jobs verlieren würden. Ähnliche Sätze hört man heute wieder, bezogen auf die Wissensarbeit am Computer. Jensen Huang sprach in diesem Kontext von einem Gottkomplex der KI-Jobverlust-Propheten.

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