KI-Anrufbeantworter sollen Arztpraxen entlasten

2 months ago 4

Das kennt ihr sicherlich auch: Man ruft gefühlt tausendmal in einer Arztpraxis an, an die Strippe bekommt man aber letzten Endes doch nie jemanden. Wenn man Glück hat und es denn einen Anrufbeantworter gibt, dann kann man zwar eine Nachricht hinterlassen, doch die Wahrscheinlichkeit einen Rückruf zu erhalten, ist verschwindend gering. Kenne ich hier in Hamburg leider zur Genüge. Zumindest ein wenig Linderung soll für sowohl Ärzte als auch Patienten nun künstliche Intelligenz bringen. Denn das deutsche Start-up Praxipal will mit einem KI-Telefonisten aushelfen.

Praxipal sitzt in Berlin und hat gerade in seiner ersten Finanzierungsrunde 5,7 Mio. Euro an Investitionen erhalten. Zu den Geldgebern zählen laut Handelsblatt unter anderem HV Capital, Nebular und HPI Ventures. Praxipal nennt seinen KI-Anrufbeantworter Luna – mal sehen, ob Amazon das jetzt hellhörig wird, weil das Unternehmen einen gleichnamigen Cloud-Gaming-Dienst betreibt. Doch was kann die KI denn jetzt konkret?

Luna kann im Namen der Praxen ans Telefon gehen und folgerichtig eingehende Anrufe von Patienten entgegennehmen. Bei ihren Leiden kann die KI natürlich erst einmal nicht weiterhelfen, aber Terminvereinbarungen regeln. Damit das klappt, muss Luna mit dem Praxisverwaltungssystem (PVS) der Praxis vernetzt sein. Besteht hier Kompatibilität, dann kann Luna freie Termine heraussuchen und mit den Terminwünschen der Patienten abgleichen. Vereinbarte Termine können dann direkt im Kalender der jeweiligen Arztpraxis vermerkt werden.

Aktuell setzen vor allem Kieferorthopäden die KI ein, so Praxipal selbst. Klingt zumindest besser als die aktuelle Situation, wenn es denn gut funktioniert. Für mich bleiben aber noch einige Fragen offen, etwas wie die KI die Dringlichkeit der Anliegen bewertet, denn einige Fälle benötigen sicher schneller einen Termin als andere, damit die Gesundheit des Patienten nicht gefährdet wird.

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