Jellyfin: Neue Versionierung und Client-Updates

2 days ago 3

Das Team hinter dem Open-Source-Medienserver Jellyfin meldet sich im neuen Jahr mit einem Statusbericht. Das Projekt feierte im Dezember bereits seinen siebten Geburtstag. Nach dem Release von Version 10.11 gab es reichlich Feedback zur Versionierung, da Nutzer bei vermeintlich kleineren Versionssprüngen nicht mit derart massiven Änderungen rechneten. Intern wird daher diskutiert, das Schema anzupassen und die führende „10“ künftig komplett zu streichen. Das nächste große Release könnte dementsprechend direkt als Version 12.0 erscheinen, entschieden ist da aber noch nichts.

Version 10.11 brachte bekanntlich einen großen Umbau der Datenbankstruktur mit sich, bei dem die alte Bibliothek in eine neue Datenbank überführt wurde. Trotz monatelanger Tests traten hierbei Fehler auf, die das Team aktuell priorisiert abarbeitet. Seit der Veröffentlichung wurden bereits vier Wartungsupdates mit über 100 Änderungen nachgeschoben. Ein kommendes Bugfix-Release soll sich spezifisch um Probleme bei der Anzeige von Musik-Metadaten sowie um den Verlust des „Gesehen“-Status beim Umbenennen von Dateien kümmern. Auch die Performance-Probleme beim Filtern großer Datensätze stehen noch auf der To-Do-Liste.

Für die Web-Oberfläche gilt ab sofort das „experimentelle“ Layout als Standard für alle Nicht-TV-Geräte. Bastler dürfen sich über eine verbesserte Theming-Unterstützung freuen, da Standard-Themes nun einfacher über CSS-Variablen angepasst werden können.

Auch an der Client-Front gab es Neuigkeiten. Der Jellyfin Media Player wurde in Jellyfin Desktop umbenannt und vollzieht einen Wechsel von Qt 5 auf Qt 6. Das verspricht mehr Leistung, kämpft aber aktuell noch mit Speicherlecks. Nutzer müssen beachten, dass alte Einstellungen und Serverdaten nicht in die neue App migriert werden. Die Verteilung erfolgt derzeit primär über Flathub und das Arch Linux AUR. Stabile Builds für Windows und macOS fehlen noch, und Ubuntu 24.04 wird aufgrund veralteter Qt-Pakete vorerst nicht unterstützt.

Auf Android TV beheben die Versionen 0.19.5 und 0.19.6 Fehler bei der Musikwiedergabe, insbesondere beim Spulen während der Transcodierung. Videoseitig werden VC-1 und AV1 nun per Direct Play unterstützt, wobei AV1 jetzt auch auf älteren Fire-TV-Geräten läuft. Wer Jellyfin auf der Xbox nutzt, bekommt mittlerweile standardmäßig vollen Gamepad-Support, benötigt dafür aber zwingend einen Server ab Version 10.11. Zudem wurden 4K und HDR freigeschaltet, was allerdings dazu führt, dass die App nicht mehr im Hintergrund laufen kann.

Swiftfin für Apple-Geräte ist Mitte Dezember in Version 1.4 erschienen und bringt eine überarbeitete Navigation sowie Anpassungen für den aktuellen Server-Unterbau mit. Ein Update für Roku behebt Fehler mit HDHomeRun-Tunern, während die Tizen-App leider durch die Prüfung gefallen ist und nachgebessert werden muss.

Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

Read Entire Article