"Ironisch": Microsoft-Chef wirft großen KI-Anbietern Doppelmoral bei Trainingsdaten vor

1 month ago 12

Microsoft-CEO Satya Nadella kritisiert auf seinem Blog die gängige Praxis großer KI-Anbieter bei der Destillation, dem Verfahren, bei dem kleinere Modelle aus den Ausgaben größerer Modelle lernen. Anbieter wie OpenAI und Anthropic verbieten dies in ihren Nutzungsbedingungen, vor allem gegen chinesische KI-Unternehmen gerichtet. Nadella findet es "ironisch", dass dieselben Anbieter öffentliche Daten vermeintlich per Fair Use zum Training nutzen, Destillation aber verbieten und gleichzeitig aus Kundeninteraktionen lernen. So konzentriere sich der ökonomische Wert bei den Infrastrukturbetreibern statt bei den Unternehmen, die das Wissen erzeugen.

Wer Intelligenz konsumiert, erschafft Intelligenz.

Satya Nadella

Dieses Problem beschreibt Nadella als "umgekehrtes Informationsparadoxon": Unternehmen zahlten doppelt für KI. Erst mit Geld, dann mit dem sogenannten "Exhaust", also Korrekturen, Bewertungen und Nutzungsdaten, die in der Interaktion mit KI-Systemen anfallen und internes Firmenwissen preisgeben. KI-Anbieter könnten daraus lernen und womöglich Konkurrenzprodukte entwickeln.

Unternehmen müssten daher ihre eigene Lernschleife kontrollieren können. Die dafür nötige Lerninfrastruktur stellt selbstverständlich Microsoft bereit.

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