Internet im Festnetz: Das sollen laut CHIP die besten Anbieter sein

7 months ago 8

Das Medium CHIP hat seinen Festnetztest abgeschlossen und die Ergebnisse veröffentlicht. Die Untersuchung basiert auf einer breiten Datenbasis: 1.000 Mini-Computer im Einsatz bei Endkunden, 100.000 validierte Speedtest-Messungen und Crowdsourcing-Daten von 1,44 Millionen Internetanschlüssen zur Paketlaufzeit.

Die Deutsche Telekom setzt sich im aktuellen Breitband-Test an die Spitze des Feldes und erreicht mit einer Gesamtnote von 1,62 den ersten Platz in der nationalen Wertung. Der Bonner Konzern überzeugte die Tester besonders durch seine hohe Vertragserfüllung, Verfügbarkeit und exzellente Latenzwerte. Bemerkenswert ist vor allem der geringe Anteil an Ausfällen – ein wichtiges Kriterium für Endkunden.

Auf dem zweiten Platz landet Vodafone mit einer Gesamtnote von 1,79. Der Düsseldorfer Anbieter punktet vor allem beim Preis-Leistungs-Verhältnis und der Geschwindigkeit. Mit durchschnittlich 468,39 MBit/s im Download und 9,31 MBit/s pro Euro setzt Vodafone hier Maßstäbe. Das bundesweite Kabelnetz ermöglicht diese hohen Geschwindigkeiten, allerdings zeigen sich Schwächen bei Latenz und Verfügbarkeit.

1&1 erreicht mit einer Gesamtnote von 1,85 den dritten Platz und kann sich bei der Webseitenaufrufdauer knapp vor der Telekom positionieren. O2 landet mit einer Gesamtnote von 2,04 auf dem vierten Platz, wobei besonders die Verfügbarkeit Verbesserungspotenzial aufweist.

Interessant ist der Blick auf die regionale Ebene: Hier mischt die Deutsche Glasfaser das Feld auf und sichert sich in fünf Bundesländern den Spitzenplatz. Als reiner Glasfaseranbieter profitiert das Unternehmen von den technologischen Vorteilen bei Geschwindigkeit, Latenz und Upload. PŸUR überzeugt regional beim Preis-Leistungs-Verhältnis und führt in Berlin und Sachsen.

Die Bewertungskriterien wurden unterschiedlich gewichtet: Vertragserfüllung macht 40 Prozent aus, gefolgt von der Verfügbarkeit mit 30 Prozent. Preis-Leistung, Geschwindigkeit und Latenz komplettieren die Bewertung. Trotz des Glasfaserausbaus wird Deutschland noch einige Jahre von kupferbasiertem Internet geprägt sein – mindestens bis 2030 bleibt DSL die vorherrschende Technologie.

Methodisch setzt CHIP laut eigener Aussagen auf extreme Qualitätssicherung. Über 90 Prozent der Speedtest-Ergebnisse werden ausgefiltert, um valide Aussagen treffen zu können. Die Untersuchung zeigte auch, dass reine Speedtest-Messungen einen negativen Bias aufweisen können. Besonders wichtig für aussagekräftige Ergebnisse ist die Kenntnis der tatsächlich gebuchten Tarife – ein Aspekt, der bei vielen anderen Tests vernachlässigt wird.

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