Huawei trotzt US-Sanktionen und überholt Apple in China

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25. Februar 2026 Kai Imhoff

Huawei-Logo und -Schriftzug auf einem Bürohaus.

(Bild: PicsEKa / Shutterstock.com)

Huawei steigert seinen Umsatz 2025 auf 127 Milliarden US-Dollar und erobert die Smartphone-Spitze in China zurück. Apple hat das Nachsehen.

Der chinesische Technikkonzern Huawei hat im Geschäftsjahr 2025 umgerechnet rund 127 Milliarden US-Dollar umgesetzt. Die Erlöse lagen damit bei mehr als 880 Milliarden Yuan – das zweitbeste Jahresergebnis in der Geschichte des Unternehmens.

Vorstandschef Howard Liang Hua stellte die Zahlen laut South China Morning Post (SCMP) auf einer Wirtschaftskonferenz der Provinz Guangdong vor.

Stetige Erholung trotz westlicher Handelsbeschränkungen

Seit die USA 2020 erstmals harte Sanktionen gegen Huawei verhängten, kämpft der Konzern mit eingeschränktem Zugang zu modernen Chips und westlicher Software.

Dennoch steigen die Einnahmen wieder: 2024 erwirtschaftete Huawei 862 Milliarden Yuan bei einem Nettogewinn von knapp 63 Milliarden Yuan. Rund ein Fünftel des Umsatzes – etwa 180 Milliarden Yuan – floss direkt in Forschung und Entwicklung.

Knappes Rennen gegen Apple auf dem Heimatmarkt

Besonders im Smartphone-Geschäft feiert Huawei ein Comeback. Laut dem Marktforscher IDC sicherte sich der Konzern 2025 mit 16,4 Prozent Marktanteil den Spitzenplatz in China – hauchdünn vor Apple mit 16,2 Prozent.

Damit steht Huawei erstmals seit fünf Jahren wieder an der Spitze der chinesischen Verkaufsrangliste.

Eigenes Betriebssystem und KI-Hardware als Fundament

Weil Google Android für Huawei-Geräte nicht mehr bereitstellt, setzt der Konzern auf sein eigenes Betriebssystem HarmonyOS. Die beiden jüngsten Versionen laufen nach Unternehmensangaben bereits auf über 40 Millionen Geräten, mehr als 75.000 Apps stehen bereit.

Gleichzeitig treibt Huawei den Ausbau seiner KI-Sparte voran. Die hauseigenen Ascend-Prozessoren dienen eigenen Angaben zufolge mittlerweile als Trainingsgrundlage für Dutzende große Sprachmodelle und sind mit über 200 frei verfügbaren KI-Modellen kompatibel.

Liang warb auf der Konferenz dafür, das Huawei-Ökosystem gemeinsam mit Partnern weiterzuentwickeln – durch offene Zusammenarbeit statt Alleingänge. Das Unternehmen wolle so die Verbindung zwischen digitaler und klassischer Wirtschaft stärken.

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