Moonshot AI, das chinesische Unternehmen hinter dem Chatbot Kimi, sucht in einer neuen Finanzierungsrunde nach einer Bewertung von bis zu 30 Milliarden US-Dollar. Das wäre mehr als sechsmal so viel wie die 4,3 Milliarden Dollar von Ende 2025, berichtet die South China Morning Post unter Berufung auf eine mit der Sache vertraute Person. Das in Peking ansässige Unternehmen will dabei zwischen einer und zwei Milliarden Dollar einsammeln.
Die angepeilte Bewertung läge rund 50 Prozent über den 20 Milliarden Dollar aus der vorherigen Runde im Mai. Der jährlich wiederkehrende Umsatz verdoppelte sich bis April auf rund 200 Millionen Dollar.
Technisch kann Moonshot mit den US-Anbietern mithalten. Das aktuelle Flaggschiff Kimi K2.6 soll in Coding-Benchmarks auf Augenhöhe von GPT-5.4 und Claude Opus 4.6 sein. Der chinesische KI-Markt ist allerdings dicht besetzt, Moonshot konkurriert dort mit DeepSeek, Alibaba und MiniMax. Erst im April präsentierte DeepSeek mit V4-Pro das bislang größte Open-Weights-Modell, das Kimi K2.6 bei der Größe übertrifft und die Konkurrenz beim Preis deutlich unterbietet.
Parallel bereitet Moonshot einen möglichen Börsengang in Hongkong vor und löst dafür laut Berichten seine im Ausland registrierte Firmenstruktur auf.
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