Nur 26 Prozent der Unternehmen haben laut einer KPMG-Umfrage einen vollständigen Überblick über ihre KI-Kosten.
Wie das Wall Street Journal berichtet, bringt der Umstieg auf tokenbasierte Abrechnung bei KI-Diensten Finanzabteilungen in ernsthafte Bedrängnis. Laut einer noch unveröffentlichten KPMG-Umfrage haben nur 26 Prozent der Unternehmen einen umfassenden Überblick über ihre KI-Ausgaben, 50 Prozent haben eingeschränkte Sichtbarkeit und 22 Prozent keinerlei Transparenz oder erfahren erst nach Rechnungsstellung, was sie verbraucht haben. "Es ist eine neue Ressource, die gemanagt werden muss, die es in dieser Form vorher nicht gab, und wir sehen exponentielles Wachstum", sagt Steve Chase, globaler KI-Chef von KPMG, gegenüber dem WSJ.
KPMG arbeitet demnach bereits mit mehreren Unternehmen, die ihre jährlichen Token- und Cloud-Budgets innerhalb weniger Monate aufgebraucht haben. Ein Kunde verzeichnete einen sechsfachen Anstieg des Token-Verbrauchs. Gil Luria, Leiter der Technologie-Forschung bei D.A. Davidson, erwartet, dass das Problem weitere Unternehmen in diesem Jahr treffen wird: "Viele CFOs werden ihre Anthropic-Rechnung sehen und in diesem Quartal ausflippen." Vom WSJ befragte Analysten und Führungskräfte ziehen Parallelen zum Cloud-Boom der Pandemie: Auch damals investierten Unternehmen massiv, nur um anschließend die Ausgaben wieder deutlich zusammenzustreichen.
Warum der Token zur zentralen betriebswirtschaftlichen Größe wird und wie sich Unternehmen darauf einstellen können, haben wir im aktuellen KI-Radar #3 ausführlich analysiert.
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