
Home Assistant macht Nägel mit Köpfen und bekannt, dass ab sofort zwei Installationsmethoden und drei ältere CPU-Architekturen nicht mehr offiziell unterstützt werden. Diese Entscheidung, die ab Home Assistant 2025.6 greift, ist notwendig, um die Weiterentwicklung des Projekts voranzutreiben, und weil sie nur einen kleinen Teil der Nutzergemeinschaft betrifft. Ab der Version 2025.6 erhalten betroffene Systeme eine Benachrichtigung, die auf das Support-Ende in sechs Monaten (mit Release 2025.12) hinweist und eine Migration auf ein unterstütztes System empfiehlt.
Installationsmethoden vor dem Aus
Konkret betroffen sind die Installationsmethoden Home Assistant Core und Home Assistant Supervised. Home Assistant Core, bei der das System in einer Python-Umgebung läuft, ist nicht mit der Container-Installation (z. B. Docker) zu verwechseln. Bei Home Assistant Supervised wird ein eigenes Betriebssystem verwendet, auf dem der Supervisor und weitere Komponenten installiert werden.
Diese beiden Methoden sind als fortgeschrittene Installationswege bekannt und wurden nur von einem geringen Prozentsatz der Community gewählt. Wer diese Methoden weiterhin nutzt, kann dies tun und auch Updates einspielen. Nach Ablauf der sechsmonatigen Frist wird jedoch kein Support mehr geleistet. Verweise auf diese Installationsmethoden werden nach dem nächsten Release (2025.6) aus der Dokumentation entfernt. Zukünftig werden Home Assistant OS und Home Assistant Container die einzigen unterstützten Installationsmethoden sein.
Abschied von alten Architekturen
Zusätzlich werden drei ältere 32-Bit-Architekturen nicht mehr unterstützt: i386 (32-Bit x86), armhf (32-Bit ARM hard-float) und armv7 (32-Bit ARM). i386 wurde hauptsächlich vor 2003 von Intel und AMD genutzt, armhf und armv7 kamen bei sehr frühen Single-Board-Computern zum Einsatz, darunter die ersten Raspberry Pi Modelle. Nutzer dieser Architekturen erhalten ebenfalls eine Benachrichtigung nach dem Update auf 2025.6 mit Hinweisen zur Migration. Nach sechs Monaten wird der Support eingestellt, was bedeutet, dass keine weiteren Updates für diese Systeme mehr bereitgestellt werden.

Für weitere sechs Monate (bis Release 2025.12) wird die Funktionsfähigkeit dieser Installationsarten gewährleistet, um Nutzern Zeit zur Migration auf Home Assistant OS oder Container zu geben. Danach fallen sie in den Status „Unsupported“, was bedeutet, dass Fehlerberichte nicht mehr akzeptiert werden. Obwohl technische Updates weiterhin möglich sind, wird eine Migration empfohlen.
Für die i386, armhf und armv7 Architekturen bedeutet das Support-Ende ab Release 2025.12, dass keine Distributionen oder Container mehr für diese Plattformen erstellt oder veröffentlicht werden. Es wird keine Updates mehr geben, und Nutzer erhalten keinen Support von den Home Assistant Maintainern.
Die Gründe für die Entscheidung
Die Entscheidung, Core und Supervised nicht mehr zu unterstützen, basiert auf Daten der optionalen Analysen. Diese Installationsmethoden sind nicht nur für Nutzer komplexer in Installation und Wartung, sondern auch für das Home-Assistant-Team aufwendiger im Support. Während es früher gute Gründe für diese Methoden gab, sind diese für die meisten Anwender nicht mehr relevant. Home Assistant OS ist leistungsfähig, bietet zahlreiche Add-ons und lässt sich gut in einer virtuellen Maschine betreiben. Die Akzeptanz von Containern ist gestiegen, und Systeme verfügen über mehr Ressourcen. Der Anteil der Core- und Supervised-Installationen ist stetig gesunken und liegt derzeit bei 2,5 % bzw. 3,3 %.
Die Komplexität dieser Methoden führe zu mehr und schwerer zu lösenden Problemen, was das ehrenamtliche Supportsystem überproportional belastet. Dies bindet Ressourcen, die der Mehrheit der Nutzer mit einfacheren Installationsmethoden zugutekämen. Durch die Konzentration des Supports und der Dokumentation auf OS und Container soll das Onboarding für neue Nutzer deutlich verbessert werden.
Bei der Entscheidungsfindung wurde die Community aktiv miteinbezogen. Die ursprünglichen Vorschläge zur Einstellung des Supports wurden in Foren, auf GitHub, Discord und anderen Kanälen diskutiert. Dabei zeigte sich, dass die Begrifflichkeiten „Core“ und „Supervisor“ für Komponenten des Home Assistant OS und gleichzeitig für Installationsmethoden verwirrend sein können. Zudem wurden Installationen auf unerwartete Weisen genutzt, und viele Nutzer waren sich nicht bewusst, dass ihre Konfiguration bereits inoffiziell war.
Ein wichtiger Wunsch der Community war eine bessere Anleitung zur Migration. Viele wussten nicht, dass die Backup- und Wiederherstellungsfunktionen für alle Installationsmethoden erweitert wurden, was den Übergang erheblich vereinfacht. Für euch wichtig zu wissen: Es gibt Möglichkeiten zu überprüfen, welche Version ihr einsetzt, eine FAQ und Anleitung zur Migration. Das könnt ihr alles in der Ankündigung lesen.
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7 months ago
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