
Foto von Boxed Water Is Better auf Unsplash
Es gibt einen neuen Vorstoß der Grünen-Fraktion im Bundestag, der für mehr Transparenz beim Wocheneinkauf sorgen soll. Fraktionschefin Katharina Dröge hat sich laut Tagesschau dafür ausgesprochen, große Einzelhandelsketten gesetzlich dazu zu verpflichten, ihre aktuellen Preise für eine Vergleichs-App bereitzustellen. Der Hintergrund: Zwar existieren bereits diverse Anwendungen dieser Art, doch da die Datenlieferung bisher nicht verpflichtend ist, fehlen oft Informationen für einen wirklich lückenlosen Überblick. Geht es nach den Grünen, müssten die großen Märkte ihre Preisschilder künftig in Echtzeit digital melden. So ließe sich direkt sehen, wo bestimmte Lebensmittel gerade am günstigsten zu haben sind. Kleinere Märkte wären von dieser Pflicht ausgenommen, für sie bliebe die Teilnahme freiwillig.
Neben der reinen Preisfindung zielt der Vorschlag auch darauf ab, ungerechtfertigte Preiserhöhungen einzudämmen. Gerade in Krisenzeiten würden Supermärkte oft mehr aufschlagen als eigentlich nötig, was durch die erzwungene Transparenz verhindert werden könnte. Auch das Thema Mogelpackungen steht auf der Agenda. Die App soll laut dem Vorschlag nicht nur den Preis zeigen, sondern auch Hinweise liefern, wenn Hersteller an der Füllmenge gedreht haben. Wenn der Inhalt schrumpft, der Preis aber gleich bleibt, ist das für den Verbraucher oft schwer zu erkennen. Entsprechende Kennzeichnungen oder Hinweise in der App sollen hier Klarheit schaffen und anzeigen, wann eine Verpackung verkleinert wurde. Ob sich dieser Vorschlag am Ende politisch durchsetzen wird, bleibt abzuwarten – auch wenn das in Teilen gut klingt, glaube ich nicht dran, dass so etwas kommt.
Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf gelangt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

2 weeks ago
7


