Google Tensor G5: Das soll der kommende Chip bieten

9 months ago 9

Google plant mit dem kommenden SoC Tensor G5 einen erheblichen Wechsel. Erstmals will man den Chip nämlich ohne Schützenhilfe von Samsung entwickeln. Entstehen soll er entsprechend bei TSMC im 3-Nanometer-Verfahren. Auch hat Google sich wohl entschieden, ARMs Standard-GPUs der Reihe Mali gegen ein Pendant der Reihe Imagination Technologies DXT auszuwechseln.

Einige auch in vorherigen Tensor-Chips von Google selbst entwickelten Bausteine schaffen aber wohl den Sprung zum G5. Darunter soll etwa ein Custom-DSP zur Audioverarbeitung sein. Auch Googles dedizierte TPU soll in einer neuen Generation wieder mit an Bord sein. Anders laufen soll es aber in Sachen Videocodecs. Hier verzichtet Google auf seine bisherige Lösung „BigWave“ und hat Technik von Chips&Media lizenziert, bzw. konkret den WAVE677DV. Damit werden weiterhin die Videocodecs AV1, VP9, HEVC und H.264 unterstützt. Es können 4K-Videos mit bis zu 120 fps en- und decodiert werden.

Erstmals soll der Tensor G5  zudem einen komplett von Google selbst gestalteten ISP (Image Signal Processor) verwenden. Im Gesamtbild sieht es aber so aus, dass sich Google immer noch viele Elemente des Chips zukaufen muss und nicht alles von Grund auf neu gestalten kann. Man löst sich also zwar von Samsung und setzt auf mehr Eigenentwicklungen, es ist aber noch ein weiter Weg, bis man etwa auf der gleichen Stufe wie Apple angelangt sein könnte.

Android Authority kommt daher auf Basis bisheriger Informationen zum Tensor G5 zur Schlussfolgerung, dass man den Strategiewechsel nicht überbewerten sollte. Der neue Chip sei kein Quantensprung und bestehe immer noch größtenteils aus Versatzstücken „von der Stange“ – mit dem Unterschied, dass sie jetzt teilweise von anderen Partnern stammen, als in der Vergangenheit. Es werde aber spannend sein, wie Google weitere Schritte gehe und sich vielleicht immer unabhängiger von anderen Entwicklern mache.

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