Google-Studie zeigt: Nachrichteninhalte haben geringen Einfluss auf Werbeeinnahmen

9 months ago 9

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Ihr wisst es natürlich: Die EU kämpft an allen Fronten gegen die Großen im Internet. Auch Google ist immer im Blick der Wächter. Seit vielen Jahren ein Thema: Die Suche und die Suchergebnisse. Auch Nachrichten waren ja, besonders in Deutschland, oftmals ein Thema. Nun sagt Google: Tjoa, News in den Suchergebnissen sind eigentlich egal – zumindest, wenn es ums Monetäre geht.

In der aktuellen Debatte um die Umsetzung der Europäischen Urheberrechtsrichtlinie (EUCD) hatte Google ein Experiment durchgeführt. Das Unternehmen untersuchte den tatsächlichen Wert von Nachrichteninhalten für seine Plattform, nachdem verschiedene Berichte diesen Wert als sehr hoch eingeschätzt hatten. Das Experiment verlief über einen definierten Zeitraum in acht EU-Ländern. Google entfernte bei einem Prozent der Nutzer europäische Nachrichteninhalte aus den Suchergebnissen. Diese kontrollierte Studie ermöglichte es dem Unternehmen, Daten über die Auswirkungen auf Nutzungsverhalten und Werbeeinnahmen zu sammeln.

Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen ein überraschendes Bild: Die Entfernung der Nachrichteninhalte hatte praktisch keine Auswirkungen auf die Werbeerlöse des Unternehmens. Die Nutzung der Suchmaschine ging lediglich um 0,8 Prozent zurück, was statistisch als sehr geringer Rückgang zu bewerten ist. Interessant ist die Erkenntnis, dass selbst dieser minimale Nutzungsrückgang hauptsächlich Suchanfragen betraf, die für Google wirtschaftlich wenig oder gar nicht relevant waren. Die Werbeeinnahmen blieben konstant – und zwar nicht nur im Suchgeschäft, sondern über alle Google-Produkte hinweg, einschließlich des gesamten Werbenetzwerks. Dass Google das Ganze natürlich gut findet, ist klar. Man will ja den Regulierungsbehörden keine Zielscheibe bieten. Und dass die Studie so ausfällt, wie sie ausfällt, dürfte keinen überraschen – bzw. wäre Google bei anderen Ergebnissen nicht so proaktiv an die Öffentlichkeit gegangen.

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