Gaming 2025: Das sind meine Spiele des Jahres

2 weeks ago 7

2025 sind viele großartige Spiele erschienen. Egal ob für den PC, die frische Nintendo Switch 2 oder auch für die Sony PlayStation 5 und Xbox Series X|S – Spielefutter hat es reichlich gegeben. Wie schon in den Vorjahren, so findet ihr in diesem Beitrag nun meine persönlichen Top-Games aus diesem Jahr. Dabei hoffe ich natürlich auch wieder auf eure Anregungen in den Kommentaren!

So sind meine Top 10 der Games des Jahres 2025 nämlich vor allem eines: komplett subjektiv. Sollte ich also aus eurer Sicht sträflich einen eurer Lieblingstitel unterschlagen haben, dann meldet euch gerne in den Comments – und teilt gerne auch eure anderen Favoriten aus diesem Jahr. Das ist auch für mich selbst spannend, denn auch wenn ich Games teste und zudem privat sehr gerne zocke, stößt meine Freizeit irgendwann an ihre Grenzen. Gut möglich also, dass ich auch den ein oder anderen Titel schlichtweg übersehen habe, der einen Platz in meiner Bestenliste verdient hätte.

Doch ich will gar nicht mehr lange drum herumreden: Das sind also meine persönlichen Top-10-Spiele des Jahres 2025.

10. Cabernet

„Cabernet“ kommt euch so gar nicht bekannt vor? Es handelt sich hier um ein narratives Indie-Game des noch recht unbekannten Studios Party for Introverts. In diesem 2D-Spiel verkörpert ihr eine frisch gebackene Vampirdame, welche mit der Tristesse der Unsterblichkeit hadert. Am Ende baut ihr verschiedene Beziehungen zu anderen Blutsaugern und Menschen auf und müsst euch entscheiden: Verfallt ihr dem Nihilismus, oder versucht ihr euch einen Rest Menschlichkeit zu bewahren?

Grafisch ist „Cabernet“ kein Kracher, sieht aber ansehnlicher aus, als so mancher Pixel-Art-Titel. Vor allem bietet das Spiel interessante Entscheidungen mit echten Konsequenzen und eine durchdachte Geschichte, die mich gut unterhalten hat – das alles zum sehr fairen Preis von weniger als 20 Euro.

9. Like a Dragon: Pirate Yakuza in Hawaii

Ich bin riesiger Fan der Spielreihe „Like a Dragon“. Der Anfang 2025 erschienene Ableger „Like a Dragon: Pirate Yakuza in Hawaii“ ist aber sicherlich eines der schwächeren Games der Reihe. Deswegen ist der Titel nicht höher in meiner Liste zu finden. Ihr verkörpert hier den durchgeknallten Ex-Yakuza Gori Majima, der sich in und um Hawaii als Piratenkapitän verdingt.

Dieses Mal dominieren dabei ganz klar die absurden Anteile der Marke, worunter die etwas maue Hauptgeschichte dann doch leidet. Fans der Semi-Open-World-Reihe wird zwar weiterhin gewohnt überdrehte Unterhaltung geboten, es fehlt aber die Balance, welche die Marke sonst zu etwas ganz Besonderem macht. Trotzdem reicht es aber noch für den knappen 9. Platz in meinem Ranking.

8. Donkey Kong Bananza

„Donkey Kong Bananza“ verzichtet, typisch für Nintendo, im Grunde gleich gänzlich auf eine Story rund um seine Zerstörungsorgien. Gut, es gibt eine sehr rudimentäre Handlung, wie in den Mario-Games, ist diese aber eigentlich kaum der Rede wert. Dafür hat mich persönlich die unheimliche Kreativität der Entwickler schnell mit sich gerissen. Wie man die größtenteils zerstörbare Spielwelt geschickt für immer neue Gameplay-Kniffe nutzt, das sucht schon seinesgleichen. Ausführlich habe ich das ja auch in meinem Test erklärt.

Oft habe ich daher länger, als ich es eigentlich geplant hatte, noch abends nach versteckten Bananen und Fossilien gesucht oder mich im Affenzahn durch die Levels gehämmert. Die großen Areale laden zum Erkunden ein und hier dominiert dann einfach der pure Spielspaß, wie ihn außer Nintendos hauseigenen Studios sonst kaum jemand hinbekommt.

7. Promise Mascot Agency

„Promise Mascot Agency“ korrekt zu beschreiben, kommt fast der Quadratur des Kreises gleich. Es handelt sich hier um eine Mischung aus Open-World-Spiel, Cozy-Sim und Management-Spiel, das zu den schrägsten Spielen zählt, die ich je gezockt habe. In welchem Titel sonst, verkörpert ihr einen Yakuza-Hausmeister und euer engster Partner ist ein riesiger, sprechender Daumen?

Ziel des Spiels ist es, genügend Geld zu erwirtschaften, um eure Yakuza-Chefin aus einer Klemme zu holen. Wie macht man das am besten? Klar, man betreut allerlei kuriose Maskottchen, die man Geschäften und anderen Interessierten für Events zur Verfügung stellt. Nebenbei kurvt man durch die verfluchte Spielwelt, um seinen klapprigen Motorlaster aufzuwerten, mit neuen Kunden ins Gespräch zu kommen und Müll von den Wiesen zu putzen.

Der raue, absurde Charme von „Promise Mascot Agency“ hat mich persönlich jedenfalls sehr begeistert. Wenn ihr also auch ein Faible für derartigen Humor habt und mal Lust auf eine andere Art von Cozy-SIM verspürt, dann schaut rein. Zugegeben: Mich hat auch gelockt, dass die Hauptfigur von Takaya Kuroda gesprochen wird – besser bekannt als japanische Originalstimme von Kazuma Kiryu aus dem Franchise „Like a Dragon“.

6. The Outer Worlds 2

„The Outer Worlds 2“ habe ich heiß erwartet, denn den ersten Teil finde ich bis heute als eine Art Weltraum-Alternative zu „Fallout“ fantastisch. Teil 2 wagt im Grunde keine drastischen Experimente, sondern geht vor allem nach der Formel „bigger and better“, siehe mein Test, vor. Entsprechend liefert man hier keinen RPG-Meilenstein für alle Zeiten ab, aber sehr wohl ein richtig gutes Rollenspiel mit vielen Entscheidungsmöglichkeiten, launigem Gameplay und deutlich längerer Spielzeit als noch beim Erstling.

Ein wenig ist dabei jedoch der zynische Charme des Originals in den Hintergrund gerückt. Stellenweise fühlt sich „The Outer Worlds 2“ wie eine etwas buntere Version von „Mass Effect“ an. Sei es drum, ich hatte sehr viel Spaß mit diesem Rollenspiel und freue mich schon auf die kommenden Story-DLCs.

5. Ghost of Yotei

„Ghost of Yotei“ hätte es in meiner Liste sicherlich in die Top 3 geschafft, wäre ich nicht von der Geschichte und der unsäglichen Protagonistin, Atsu, so enttäuscht gewesen – siehe auch mein Testbericht. In Sachen Gameplay bekommt man in diesem Open-World-Abenteuer im historischen Japan eigentlich all das geboten, was man schon in „Ghost of Tsushima“ geliebt hat. Tatsächlich hat sich Sucker Punch dieses Mal mit den ehemals sehr monotonen Nebenmissionen sogar deutlich mehr Mühe gegeben. Doch die ständig passiv-aggressive Atsu, welche sich durch eine 0815-Rachegeschichte metzelt, hat bei mir verhindert, dass sich eine emotionale Regung ergeben könnte.

Versteht mich nicht falsch: Rein spielerisch ist „Ghost of Yotei“ mindestens genauso gut wie „Ghost of Tsushima“ bzw. in vielen Punkten sogar besser. Allerdings sind viele Gameplay-Elemente, die noch beim ersten Spiel frisch wirkten, inzwischen altbekannt. Im Ergebnis ist „Ghost of Yotei“ für mich immer noch eines der besten Spiele des Jahres 2025 und grafisch dazu noch eine Augenweide, ich meckere hier also auf hohem Niveau, aber den Klassiker-Status eines „Ghost of Tsushima“ wird der Titel für mich persönlich nicht erreichen.

4. Dispatch

„Dispatch“ muss ich unbedingt allen empfehlen, welche auch Animationsserien wie „The Legend of Vox Machina“, „The Mighty Nein“ oder „Invincible“ schätzen. Denn Critical Role, welche kreativ hinter den ersten beiden Formaten stecken, haben auch bei diesem Titel eine wichtige Rolle eingenommen. Gameplay im klassischen Sinne gibt es bei „Dispatch“, welches die Entwicller auch als „Superhero Workplace Comedy“ bezeichnen, allerdings nur in Maßen. Im Grunde handelt es sich um eine Mischung aus früheren Telltale-Spielen und FMV-Game.

In „Dispatch“ schlüpft ihr in die Rolle des ausgebrannten Superhelden Mecha Man, gesprochen von keinem geringeren als Aaron Paul („Breaking Bad“). Dessen Anzug wurde zerstört und so versucht er als Superhelden-Dispatcher über die Runden zu kommen. Dabei betreut er das Z-Team, welches aus ehemaligen Schurken besteht. Er koordiniert die Einsätze und muss dabei die Allüren der einzelnen Teammitglieder wie der launischen Invisigirl oder der dämonischen Malevola unter einen Hut bekommen.

Ihr trefft dabei immer wieder schwierige Entscheidungen und genießt eine spannende Story rund um dreidimensionale Charaktere, die bei all dem rotzigen Humor und auch manch blutiger Konfrontation sehr viel Profil entwickeln. Ich hoffe deswegen sehr, dass wir hier noch eine 2. Staffel erleben werden.

3. Clair Obscur: Expedition 33

Ich will ganz ehrlich sein: Die ersten Trailer zu „Clair Obscur: Expedition 33“ sowie der generische Titel hatten mich noch ziemlich kaltgelassen. Ein Fehler, den ich glücklicherweise später bemerkt habe, nachdem ich in nahezu jeder Gaming-Community gelesen habe, was für eine Perle hier quasi aus dem Nichts aufgeschlagen ist. Und es ist in der Tat der Wahnsinn, was das französische Studio Sandfall Interactive hier für ein Debüt hingelegt hat. Mit einem Bruchteil der Ressourcen, über den andere Triple-A-Studios verfügen, feuert man hier eine Granate in allen Belangen ab.

So ist „Clair Obscur: Expedition 33“ nicht nur ein taktisches, rundenbasiertes Rollenspiel, sondern bietet zeitgemäße Grafik und wohl einen der besten Spiele-Soundtracks aller Zeiten. Der Komponist Lorien Testard zelebriert hier eine Melancholie, beeinflusst von französischem Chanson, Klassik und mehr, die andere Titel vor Neid erblassen lässt. Dazu kommen eine emotionale Story voller Twists und komplexe Charaktere, bei denen man mit jedem Schritt mitfiebert.

Auch das rundenbasierte Kampf-Gameplay haben die Entwickler gekonnt aufgelockert, in dem immer wieder verschiedene Quick-Time-Eingaben notwendig sind. Man kann sich also im Grunde nie einfach zurücklehnen. Auch das Ausrüstungs- und Fähigkeitssystem erlaubt viele Experimente und will erst gemeistert sein. Solltet ihr also nur ansatzweise etwas mit RPGs anfangen können, dann muss ich euch „Clair Obscur: Expedition 33“ dringend empfehlen.

2. Mario Kart World

Schierer Spielspaß: Dafür steht für mich „Mario Kart World“. Ich habe dieses Spiel mehrmals gemeinsam mit einem Freund und dessen Sohn am großen TV gezockt – und jedes Mal sind die Stunden wie im Flug vergangen. „Komm, noch ein Rennen“, ich weiß nicht ob wir Erwachsenen es am Ende öfter gesagt haben, als der Junge meines Kumpels. Okay, die offene Spielwelt kann man aus meiner Sicht komplett vergessen, so steril und langweilig fühlt sie sich an. Doch zum Glück ist jene optional und die verschiedenen Grand-Prix-Rennen machen einfach unheimlich Laune.

Mit nunmehr 24 Fahrern gleichzeitig sind die Rennen noch chaotischer und spannender. Ja, es ist nicht immer fair, wenn ein blauer Panzer heranrauscht, während man das erste Mal die Pole-Position belegt und einen sogleich zurückwirft. Aber das Strecken-Design, die kunterbunte Grafik und die knuffigen Nintendo-Charaktere – sorry, auch das wirklich gute „Sonic Racing: CrossWorlds“ kann da einfach immer noch nicht mithalten. Für mich liegt mit „Mario Kart World“ ein neuer Dauerbrenner vor, den ich sicherlich noch auf Jahre regelmäßig mit Freunden spielen werde.

1. Kingdom Come: Deliverance II

Wollt ihr in diesem Jahr nur ein einziges Rollenspiel zocken, dann muss das aus meiner Sicht einfach „Kingdom Come: Deliverance II“ sein. Kein anderer Titel hat mich so extrem gefesselt. Die filmreif geschriebene Story rund um Heinrich, Hans, Sir Radzig und mehr zählt zum Besten, was ich je in einem Spiel erleben durfte. Den Mittelalter-Soundtrack von Jan Valta habe ich mir auch außerhalb des Spiels sehr gerne angehört. Vor allem ist grandios, dass man nichts von der Tiefe der Gameplay-Systeme aus Teil 1 geopfert hat, um dennoch an den richtigen Stellschrauben zu drehen.

In Kämpfen etwa wird man anfangs weiterhin kaum Land sehen, erlernt mit der Zeit aber Spezialangriffe, um mit der richtigen Taktik zum regelrechten Meister zu werden. Heinrich kann aber auch, je nach eurem Spielstil, zum Meisterdieb, charismatischen Redner oder filigranen Schmied werden. Wie in früheren „The Elder Scrolls“-Spielen, steigert ihr eure Fähigkeiten durch Benutzung. Durch Auswahl unterschiedlicher Perks entwickelt ihr dann euren ganz eigenen Heinrich.

Auch die Quests haben fast alle mehrere Lösungswege. Selbst wenn man am Ende mal versagt, hat man in der Regel kein schlechtes Gefühl, sondern erkennt die Konsequenzen der eigenen Handlungen. Wie im echten Leben, kann man es so gut wie nie allen recht machen. Das mittelalterliche Böhmen ist dabei eine zwar nicht riesige, aber dichte Spielwelt. In zwei große Areale aufgeteilt, entwickelt man anfangs Respekt vor den Umgebungen: Wer nachts in den Wald latscht, endet schnell als Futter für die Wölfe. Wer wiederum in der Scheune bis zur Dämmerung übernachtet, wird von der Magd ermahnt und muss sich herausreden, damit nicht die Wachen auf den Plan treten.

Manchmal sind es so kleine Geschichten, die man selbst gemeinsam mit der Spielwelt schreibt, die noch mehr im Gedächtnis bleiben, als die eigentlichen Haupt- und Nebenmissionen. Nur eines solltet ihr mitbringen, um „Kingdom Come: Deliverance II“ richtig zu genießen: Zeit. Ich habe über 100 Stunden mit diesem Epos zugebracht, bis der Abspann über den Bildschirm flimmerte. Und was soll ich sagen? Das hat nicht gereicht, denn nun warte ich quasi schon auf die Ankündigung des dritten Teils. Aber das ist es, was die besten Games ausmacht: Man hat selbst nach dem Durchspielen immer noch Lust auf mehr.

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