Apple hat am Donnerstagabend glänzende Finanzergebnisse für das zweite Quartal vorgelegt. Vor allem die Geschäfte mit iPhones und Mac-Computern brummen, nur das iPad schwächelt. Tim Cook war in Feierlaune – auch wenn die Börse mehr erhofft hätte. Positiv reagierten die Anleger hingegen auf die Amazon-Quartalszahlen. Denn der Konzern wächst besonders im Cloud-Bereich enorm, aber das Handelsgeschäft blüht ebenfalls. Da auch der Ausblick weiteres Wachstum verspricht, springt die Aktie. Derweil hat sich LinkedIn mit dem Chatbot-Hype vom Hort der Business-Schwurbler zum Hort der KI-Schwurbler gewandelt. Deshalb erlaubt das Karrierenetzwerk Nutzern, KI-Slop zu melden, und beschränkt KI-Optimierungen eigener Beiträge auf Rechtschreibkorrekturen – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
22 Prozent mehr iPhone-Umsatz, Gesamtumsatz um 16 Prozent gesteigert, Gewinnplus von 27 Prozent (alles im Vorjahresvergleich): Bei der vermutlich letzten Bekanntgabe der Quartalszahlen mit dem im September in den Aufsichtsrat wechselnden Tim Cook machte Apple noch einmal ein großes Fass auf. Wie den am Donnerstagabend bekannt gegebenen Finanzwerten für das zweite Kalenderquartal des Konzerns zu entnehmen ist, liegt der Umsatz nun bei 109,4 Milliarden US-Dollar. Der Reingewinn stieg auf 29,8 Milliarden Dollar, was allerdings auch mit Zollrückzahlungen der US-Regierung zu tun hatte, für die Apple milliardenschwere Rücklagen bilden musste. Mit 54,25 Milliarden Dollar war das iPhone die wie üblich umsatzstärkste Sparte bei den Apple-Quartalszahlen: Gute Ergebnisse – und wohl letzter Auftritt für Tim Cook.
Gute Ergebnisse zeigt auch Amazon, das im vergangenen Vierteljahr erneut weiter gewachsen ist. Der Nettoumsatz im Handelsgeschäft ist um 20 Prozent gestiegen, aber der Cloud-Bereich ist aufgrund anhaltend hoher Nachfrage nach KI-Rechenkapazitäten sogar um 37 Prozent gewachsen. Das erfordert Investitionen, die der Konzern von zuvor 200 aufgrund gestiegener Speicherpreise jetzt auf 220 Milliarden US-Dollar für dieses Jahr anhebt. Trotzdem ist der Aktienkurs zeitweise um 10 Prozent nach oben geschnellt, denn der Ausblick verspricht weiteres Wachstum. So ist die Cloud-Nachfrage laut Amazon-Chef Andy Jassy 2026 kaum zu decken und das soll sich 2027 auch nicht ändern. Selbst die Nachfrage für 2028 sei bemerkenswert: Amazon steigert Umsatz und Gewinne deutlich - vor allem im Cloud-Geschäft.
Steigerungen in negativem Sinne verzeichnet Microsofts Karrierenetzwerk, nämlich von KI-generiertem Unsinn. „KI-Slop ist eine Toppriorität für alle von uns“, sagt LinkedIns Chief Product Officer. „Leute kommen zu LinkedIn, um mit echten Menschen in Verbindung zu treten.“ In den vergangenen Monaten hätten die Abwehrsysteme der Plattform Milliarden automatisierter Vorgänge mit KI-Slop oder vielen Posts auf einmal abgewehrt; täglich würden hunderttausende automatisierte Kommentare entfernt. Und jetzt dürfen auch die Nutzer selbst helfen: LinkedIn-Beiträge können ab sofort „als KI-Slop“ gemeldet werden. Parallel dazu wird die LinkedIn-eigene Funktion, mit der Nutzer ihre Beiträge mittels KI „verbessern“ lassen konnten, auf Rechtschreibkorrektur reduziert: LinkedIn-Beiträge „als KI-Slop melden“.
Die Dänen nutzen zwar kaum noch Bargeld, halten aber mehr davon bereit. Das ist ganz im Sinne der Nationalbank des Königreichs. Sie arbeitet seit Jahren an der Resilienz des Zahlungsverkehrs, um das Land auf IT-Angriffe und andere Ausfälle von IKT vorzubereiten. Dafür empfiehlt sie, dass jeder Däne für Notfälle mindestens 250 Kronen (gut 33 Euro) in bar bereithält. Zudem hat die Behörde durchgesetzt, dass Dänen die wichtigsten täglichen Ausgaben auch dann mit physischer Kredit- oder Debitkarte und PIN abwickeln können, wenn der Zahlungsabwickler unerwartet offline geht. Auf den Kartenchips sind Offline-Limits gespeichert, und die Zahlungsterminals speichern Transaktionen, bis der Server wieder erreichbar ist. Bloß der Strom darf nicht ausfallen: Dänen können offline mit Karte oder Wallet zahlen.
Bei Internetverträgen lässt sich mit etwas Aufmerksamkeit viel Geld sparen. Gleichzeitig lauern bei Vertragsverlängerungen und Tarifwechseln Fallstricke, die Verbraucher kennen sollten, erläutert der c't-Verbraucherschutz-Podcast. Provider haben ein wirtschaftliches Interesse daran, ihre Kunden möglichst lange zu binden. Sie nutzen dafür mitunter intransparente Klauseln oder ungünstige Konditionen. So werben viele Anbieter mit zeitlich begrenzten Rabatten oder vergünstigten Einstiegspreisen, die an eine längere Vertragsbindung geknüpft sind. Kunden sollten deshalb nicht nur auf den monatlichen Preis achten, sondern den gesamten Vertragszeitraum bewerten. Tipps zu Internetverträgen, Tarifvergleichen und dem richtigen Umgang mit Providern gibt es bei Vorsicht, Kunde: Überzogene Laufzeit beim Glasfaservertrag.
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Auch noch wichtig:
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- OpenAI-Modelle attackierten vergangene Woche anscheinend weitere Software. Die Firma erklärt nun ausführlicher, was genau passiert ist: OpenAIs KI-Agent knackte nicht nur Hugging Face – was genau passierte.
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- Alle Mitglieder eines Gruppenchats sollten dieselben Inhalte sehen. Die üblichen Chat-Dienste stellen das nicht sicher. Das ist riskant, denn sie sind verschlüsselt, aber falsch: Gruppenchats anfällig für manipulierte Inhalte.
(fds)


