Firefox integriert Progressive Web Apps

9 months ago 9

Die Entwickler des Firefox haben angekündigt, Progressive Web Apps (PWAs) zu unterstützen. Die Integration befindet sich derzeit in der Entwicklungsphase und ist in aktuellen Firefox Nightly Builds durch Aktivierung des experimentellen Flags „browser.taskbarTabs.enabled“ in der about:config-Seite vorgesehen. Die Umsetzung unterscheidet sich von der Herangehensweise anderer Browser. Firefox-Produktmanager David Rubino erklärt, dass das Ziel darin besteht, eine App-ähnliche Erfahrung für beliebige Websites zu ermöglichen, ohne dass Nutzer das Gefühl haben, Firefox zu verlassen.

Ein früherer Prototyp für Desktop-PWAs (Progressive Web Apps) wurde nach Nutzertests nicht veröffentlicht, da er bei vielen Anwendern für Verwirrung sorgte. Die neue Herangehensweise konzentriert sich nun darauf, Websites bei Bedarf App-ähnliche Funktionen zu verleihen, ohne dabei zwingend die technischen PWA-Spezifikationen zu erfüllen.

Das Konzept sieht vor, dass Nutzer jeden Browser-Tab mit einem Klick in eine Web-App verwandeln können. Diese erscheint dann mit eigenem Symbol in der Taskleiste und verhält sich wie eine normale Anwendung. Der Zustand der Webseite bleibt dabei vollständig erhalten – selbst laufende Videos spielen ohne Unterbrechung weiter.

Eine wichtige Neuerung ist die Beschränkung der Navigation. Web-Apps bleiben auf ihre Domain beschränkt – externe Links öffnen sich in einem normalen Firefox-Fenster. Ausnahmen gibt es für Login-Prozesse und Weiterleitungen. Zudem können Web-Apps URLs aus ihrem Bereich abfangen: Klickt man beispielsweise in einem normalen Firefox-Fenster auf einen Reddit-Link, öffnet sich dieser in der Reddit Web-App.

Die neuesten Firefox Nightly Builds für Windows, macOS und Linux enthalten die versteckte Einstellung für die Taskbar-Tabs-Funktion, die aktuell noch keine sichtbaren Auswirkungen zeigt. Die tatsächliche Implementierung wird aber noch etwas dauern, wie Rubino am 17. März bekannt gab.

Die Integration ins Betriebssystem erfolgt zunächst für Windows. Dort erscheinen Web-Apps mit eigenen Symbolen in der Taskleiste, können angepinnt werden und sind im Startmenü sowie der Alt+Tab-Übersicht verfügbar. Die Umsetzung für macOS gestaltet sich technisch anspruchsvoller und wird erst später folgen.

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