
Seit Kurzem steht fest: Google wird künftig von Android-Entwicklern eine zentrale Registrierung verlangen. Das klingt erstmal harmlos. Heftige Kritik übt man beim Alternativ-Store F-Droid, der seit 15 Jahren eine Alternative zum Google Play Store bietet. Während im Play Store oft zweifelhafte Apps mit Trackern und Werbung ihr Unwesen treiben, setzt man bei F-Droid laut eigener Aussagen auf transparente Open-Source-Software.
Die F-Droid-Entwickler prüfen auch angeblich den öffentlich zugänglichen Quellcode jeder App und stellen sicher, dass keine versteckten Funktionen wie Werbung oder Tracker enthalten sind. Googles neue Vorgaben könnten diesem bewährten System jetzt den Garaus machen. Entwickler sollen nicht nur Gebühren zahlen und Googles Geschäftsbedingungen akzeptieren. Sie müssen auch persönliche Dokumente wie einen Personalausweis hochladen und für jede App eine eindeutige Kennung registrieren.
Das stellt F-Droid vor ein Dilemma: Die Plattform kann weder von Entwicklern verlangen, sich bei Google zu registrieren, noch kann sie einfach die App-Kennungen übernehmen. Das würde praktisch bedeuten, dass F-Droid die exklusiven Vertriebsrechte an sich reißt.
Bei F-Droid ist man sich sicher: Google will seine Macht im App-Ökosystem weiter ausbauen. Das gehe auf Kosten der Nutzerfreiheit. Wer ein Gerät besitzt, sollte auch entscheiden können, welche Software darauf läuft. F-Droid fordert aktuell Regulierungsbehörden und Behörden auf, Entwickler, alternative App-Stores und Open-Source-Apps vor solchen restriktiven Maßnahmen zu schützen. Ob die EU da ein Auge draufwirft?
Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf gelangt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

3 months ago
5

