F-16 aus Deutschland Richtung Iran

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Stand: 20.07.2026, 14:59 Uhr

Von: Christoph Gschoßmann

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Ein anonymer US-Beamter warnt intern vor schwindenden Munitionsbeständen – und zweifelt daran, ob das Weiße Haus die Lage wirklich kennt.

Washington, DC – Vom US-Stützpunkt Spangdahlem in der Eifel starten F-16-Kampfjets. Ihr Ziel: der Nahe Osten. Gleichzeitig warnt ein anonymer US-Beamter intern vor einer Entwicklung, die das Weiße Haus offenbar noch nicht vollständig erfasst hat – und die den Iran-Krieg in eine neue, gefährliche Phase treiben könnte.

Eine Nahaufnahme des Cockpits einer fliegenden F-16 über blauem Himmel.

Ein F-16-Kampfjet (Symbolfoto). © IMAGO/Senior Airman Duncan C. Bevan/U.S Airforce

Laut Washington Post sagte ein mit den internen Planungen vertrauter US-Beamter: „Die USA planen einen ausgeweiteten Krieg.“ Auch deswegen sollen die Jets verlegt werden. Doch derselbe Beamte schlägt gleichzeitig Alarm: „Wir haben nicht genug, um den Einsatz sicher aufrechtzuerhalten – und ich glaube nicht, dass das Weiße Haus sich dessen bewusst ist.“ Grund: schwindende Bestände an Luftabwehrraketen und Langstreckenwaffen sowie durch Kampfschäden eingeschränkte Kapazitäten für Truppenverstärkungen.

Laut Wall Street Journal werden die F-16-Jets aus Spangdahlem unter anderem eingesetzt, um iranische Radaranlagen auszuschalten. Zusätzlich verlegt Washington F-35-Tarnkappenjets vom britischen Stützpunkt Lakenheath sowie Tankflugzeuge in die Region – Entscheidungen, die laut New York Times bereits vor den jüngsten Soldatentoden gefallen waren.

Iran-Krieg: Tote US-Soldaten, durchgebrochene Raketen

Der unmittelbare Hintergrund: Am Freitag traf ein iranischer Raketenangriff die Muwaffaq-Salti-Luftwaffenbasis im jordanischen Azraq. Zwei US-Soldaten starben, einer wurde vermisst – seine sterblichen Überreste wurden am Wochenende am Tatort gefunden und werden laut NYT in Dover durch einen Militärmediziner identifiziert. Vier weitere wurden verletzt. Am Samstag kam ein weiterer US-Soldat im Nordirak ums Leben, als er beim Entschärfen einer abgeschossenen iranischen Drohne von Trümmern getroffen wurde. Die Gesamtzahl der seit Kriegsbeginn am 28. Februar gefallenen US-Militärangehörigen stieg damit auf mindestens 17, mehr als 430 wurden verletzt. Laut Wall Street Journal hegen US-Beamte den Verdacht, dass China oder Russland dem Iran Zieldaten liefern – das würde erklären, wie iranische Raketen zunehmend präzise sensible Einrichtungen treffen.

Präsident Trump ordnete als Vergeltung die neunte Angriffsnacht in Folge an. Auf die iranische Ankündigung, das im Juni vereinbarte Waffenstillstandsabkommen für nichtig zu erklären, reagierte er laut Washington Post gegenüber dem Sender NewsNation knapp: „Das ist mir vollkommen egal.“ Der demokratische Senator Mark Warner, Mitglied des Geheimdienstausschusses, übte scharfe Kritik: „Dieser selbst gewählte Krieg ist eine Katastrophe. Militärisch eine Katastrophe. Und eine Katastrophe dafür, wie wir in der Welt gesehen werden.“

Außenminister Rubio signalisierte zwar Gesprächsbereitschaft: „Wenn sich diese Tür öffnet, werden wir das begrüßen.“ Doch er fügte hinzu: „Ihr Verhalten muss sich ändern, damit sich unseres ändert.“ Derweil schlugen iranische Raketen erneut in Jordanien ein, Kuwait meldete Angriffe auf Strom- und Wasserversorgung, und zwei Öltanker wurden in der Straße von Hormus außer Gefecht gesetzt. Der Ölpreis kletterte ob der neuen Spannungen auf 90 Dollar pro Barrel. Benzin kostet in den USA im Schnitt vier Dollar pro Gallone – 34 Prozent mehr als zu Kriegsbeginn. (Quellen: Washington Post, New York Times, Wall Street Journal) (cgsc)

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