Eve Shutter Switch mit Matter ausprobiert

6 days ago 5

Ich nutze in meinem Haus hauptsächlich Smart-Home-Equipment von Bosch, bin damit aber auch nur so „mittel-zufrieden“. Mit Eve hatte ich früher gute Erfahrungen gemacht, auch wenn die Teile immer mal wieder die Verbindung zum HomeKit verweigerten. Danach hat sich lange nichts mehr von dem Unternehmen in mein Heim verirrt. Doch nun bot sich die Chance, mal einen Blick auf den Eve Shutter Switch mit Matter zu werfen. Die Lösung passt ins bestehende Schalter-Design und bringt per Matter nun endlich auch die Unterstützung für mehr außer Apple Home mit. Wie sich der smarte Schalter im Alltag schlägt, habe ich also mal ausprobiert.

Verpackung, Design und Verarbeitung

Die Verpackung ist schlicht, weiß und erinnert logischerweise stark an andere Eve-Produkte. Auf der Vorderseite prangt ein Produktbild, doch in der neuen Variante ersetzt das Matter-Logo jetzt das „Works with Apple Home“-Siegel. Im Inneren findet man alles ordentlich sortiert. Mit dabei sind die Taster, der Rahmen, eine Schalteinheit, Montagematerial und natürlich der Matter-Code.

Das Design ist angenehm zurückhaltend. Der Eve Shutter Switch verschwindet quasi unsichtbar im 55er-Rahmen und fällt im Alltag kaum auf. Die mitgelieferte Schaltwippe ist matt und leicht beige und passt damit nicht ganz zu dem bestehenden System, das reinweiß glänzend ist. Wer will, kann auch eigene Rahmen verwenden, aber eben keine anderen Taster. Da könnte Eve vielleicht irgendwann mal andere Wippen anbieten. Die Verarbeitung ist rundum hochwertig und das Gehäuse wirkt stabil und langlebig. Da der Schalter direkt am Strom hängt, braucht man sich um Batterien keine Gedanken zu machen.

Die Installation

Die Einrichtung über die Eve- oder Apple-Home-App ist wie gewohnt einfach und schnell erledigt. Die Installation davor ist allerdings nichts für Laien, denn hier wird direkt an der Schaltung gearbeitet, also lieber den Elektriker ranlassen, wenn man sich nicht sicher ist. Bevor man irgendwas am Schalter macht, unbedingt die Sicherung abschalten, damit das alles stromlos ist. Wichtig: Es muss ein Nullleiter vorhanden sein, was in Neubauten meist Standard ist, in Altbauten aber fehlen kann.

Hat man alles vorbereitet, ist der Austausch des alten Schalters gegen den Eve Shutter Switch schnell gemacht. Die Kabel in ihre entsprechende Position schieben, alles festschrauben, Wippe drauf – fertig. Die Einrichtung in der App läuft dann wie bei jedem Matter-Gerät: Code scannen, Raum zuweisen, Namen vergeben, fertig. Bei der Einrichtung in der Eve-App, kann die Endposition (oben / unten) der Rollläden direkt in der App eingestellt werden, ebenso wie Beschattungs- und Belüftungspositionen. Wenn ihr beispielsweise Home Assistant nutzt, um das Matter-Gerät einzubinden, habt ihr diese Konfigurationsoptionen nicht. Dann könnt ihr die Position der Rollläden direkt über den Schalter mit ein paar Kniffen festlegen. Die LED im Schalter gibt euch dann Rückmeldung. Ich brauchte drei Anläufe, bis das richtig funktioniert hat. Der Schalter wollte dann zwischendurch irgendwie nicht die Position übernehmen. Da sollte Eve vielleicht noch nachbessern.

Der Schalter im Alltag

Der Eve Shutter Switch lässt sich auf drei Arten steuern, entweder klassisch per Schalter, per App oder per Siri/Alexa/Google-Sprachbefehl. Die Bedienung am Gerät ist simpel – ein Druck auf „hoch“ oder „runter“, nochmal drücken stoppt den Vorgang. Längeres Drücken fährt die Lieblingsposition an, etwa für Beschattung oder Belüftung.

Über Matter kann man die Rollläden auch bequem per Smartphone, Tablet und Co. steuern. Je nachdem, wie euer Setup aussieht, könnt ihr die Rollläden sogar von unterwegs bedienen. Ohne Zentrale bleibt die Steuerung auf die Bluetooth-Reichweite beschränkt.

Die Eve-App bietet noch mehr Möglichkeiten: Zeitpläne, Automationen und vor allem die adaptive Beschattung. Besonders praktisch finde ich, dass sich die Rollläden automatisch nach Sonnenstand öffnen und schließen lassen. Im Sommer bleibt es so deutlich kühler im Haus, ohne dass man ständig selbst nachjustieren muss. Die Einrichtung der Beschattung ist clever gelöst – entweder automatisch per Kompass im Smartphone oder manuell nach Himmelsrichtung.

Mein Fazit

Mit rund 100 € ist der Eve Shutter Switch kein Schnäppchen, vor allem wenn man gleich mehrere Fenster umrüsten will. Es gibt günstigere Unterputz-Module, die aber oft mehr Bastelarbeit und Platz in der Dose erfordern. Eve punktet mit einfacher Integration, schickem Design und guten Automationen. Das haben andere (wie Bosch) aber eben auch, wenn vielleicht nicht in der Ausbaustufe (adaptiv). Umschauen lohnt sich dennoch. Wer das Geld in die Hand nimmt, wird mit dem Gerät aber einen ordentlichen Griff machen.

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