
Eutelsat Communications, Europas großer Hoffnungsträger im Satellitenmarkt und direkter Starlink-Konkurrent, verhandelt aktuell mit Investoren über eine Kapitalerhöhung von 1,5 Milliarden Euro. Ziel ist der Ausbau des eigenen Low-Earth-Orbit-(LEO)-Netzwerks. Sollte der Deal zustande kommen, würde sich der Anteil der französischen Regierung an Eutelsat von derzeit 13,6 % auf rund 30 % mehr als verdoppeln.
Neben der französischen Regierung sind auch der Fonds Strategique de Participations, die Reederei CMA CGM und die britische Regierung als Investoren im Gespräch. Das Geld wird dringend benötigt, um die LEO-Satellitenflotte zu erneuern und sich am EU-Projekt Iris² zu beteiligen, das Europas kritische Infrastruktur unabhängiger machen soll. Allein für Iris² werden über zwei Milliarden Euro benötigt.
Die Verhandlungen laufen bereits seit fast einem Jahr, ein Abschluss ist aber noch offen. Die Unsicherheit spiegelt sich auch im Aktienkurs wider. Nach Bekanntwerden der Gespräche fiel die Eutelsat-Aktie um bis zu 7 %, liegt aber im Jahresverlauf immer noch deutlich im Plus.
Hintergrund sind wachsende geopolitische Spannungen und die Sorge, dass Europa bei der Satellitenkommunikation nicht weiter von Elon Musks Starlink abhängig sein will, vorwiegend nach jüngsten Unsicherheiten rund um den Ukraine-Krieg. Erst kürzlich wurde zudem ein Führungswechsel bei Eutelsat angekündigt. Jean-François Fallacher übernimmt ab Juni als CEO, was als Teil der Strategie gilt, den Einfluss des französischen Staates zu stärken.
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7 months ago
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